ASQF Project Management Day

“Wenn Agilität auf bestehende Organisationsstrukturen trifft – Wo liegen die Grenzen des Machbaren?”

Eine im Auftrag der Deutschen Gesellschaft für Projektmanagement (GPM) von der Hochschule Koblenz durchgeführte Studie aus dem letztem Jahr zeigt deutlich: im Software-Projektmanagement sind agile Vorgehensweisen nicht mehr wegzudenken. Doch auch Projekte ohne besonderen IT-Bezug setzen zunehmend auf iterative Entwicklung, eigenverantwortliche Teams und interdisziplinäre Kommunikation. Allerdings gaben 71% der Befragten an, dass der durchgängige Einsatz agiler Methoden an den gegebenen Rahmenbedingungen wie Budgetierung, Festpreis oder Zielvorgaben scheitert. Wer agile Methoden einführen will, kämpft weniger mit der Vorgehensweise an sich, sondern eher mit kulturellen Gegensätzen zwischen Projekt und Organisation. Diese Gegensätze können sowohl innerhalb der eigenen Organisation, als auch der des Kunden auftreten.

Wo liegen die Grenzen agiler Vorgehensmodelle, wenn sie auf bestehende Organisationsstrukturen treffen? Diese Frage steht im Mittelpunkt des PM-Days 2019. Wie bereits in den vergangenen Jahren, organisiert die ASQF® Fachgruppe Projektmanagement dieses eintägige Treffen, bei dem sich die Projektmanager der Region untereinander austauschen.

Seien Sie mit dabei!

09:00 – 09:10     Begrüßung

09:10 – 10:40     Annika Leopold (einfachstimmig) & Robert Wiesner (MR Daten) „Change Story eines IT Dienstleisters“

10:40 – 11:00     Kaffepause

11:00 – 11:45     Dr. Sven Söhnlein (Stadt Nürnberg) „Agile IT-Projekte im Public Sector – Chancen und Herausforderungen“

11:45 – 12:30     Peter Maerz (PTA GmbH) „Und täglich irrt das Murmeltier“

12:30 – 13:30     Mittag

13:30 – 14:15     Martin Wilbers (susanne bohn Leadership Competence) „Agile Führung“

14:15 – 15:00     Dr. Vera Gehlen-Baum (QualityMinds GmbH) „Agiles Lernen – agiler Lerncoach“

15:00 – 15:20     Kaffepause

15:20 – 16:05     Jürgen Leger (Clear IT) „Der agile Werkvertrag in der Praxis“

16:05 – 17:20     Interaktiver Abschluss / WrapUp

„Change Story eines IT-Dienstleisters“

Abstract:
MR Daten ist gerade mitten im Change der „Vision 2020“ – von der traditionellen hierarchischen Struktur hin zu mehr Agilität & Kundenzentrierung. Das heißt für Fach- und Führungskräfte, die eigene Führungsarbeit zu hinterfragen. Neues Denken lernen, gewohnte Denkmuster verlassen, etwas Neues und Anderes tun und die Komfortzone verlassen. Loslassen, was viele Jahre so gut funktioniert hat! Stattdessen gilt es, hocheffizienten Teams entsprechenden Nährboden zu geben, um kreativ, schnell und selbstverantwortlich im Sinne des Kunden zu handeln. Wie können Mitarbeiter durch Ideen und Feedback den Wandel aktiv mitgestalten? Wie können notwendige „Neudenker“-Kompetenzen für Führungskräfte sichergestellt werden, damit diese ihre Rolle adäquat wahrnehmen? In einem interaktiven Mix aus Vortrag & Cocreation-Session möchten wir die Kraft der Community nutzen und gemeinsam mit Ihnen Ideen entwickeln, um neue Impulse von außen mit ins Unternehmen zu tragen.

Über die Referentin:
Annika Leopold ist die digitale Neudenkerin bei EinfachStimmig. Sie begleitet Unternehmen in verschiedenen Funktionsebenen, Digitalisie­rung profitabel umzusetzen. In ihren Projekten setzt sie neben ihrer hohen digitalen Fachkompetenz auf „Erleben und Können“, um innovative Methoden sicher auf ihre Kunden zu übertragen. Ihr Engagement für offene Ökosysteme und der stetige Ausbau des Community-Gedankens öffnet ein breites Netzwerk an Experten und weiteren Neudenkern.

 

Dr. Sven Söhnlein (Stadt Nürnberg) „Agile IT-Projekte im Public Sector – Chancen und Herausforderungen“

Abstract:
Auch in der öffentlichen Verwaltung sind agile Methoden mittlerweile angekommen. Doch die Organisationsstrukturen und gesetzlichen Rahmenbedingungen machen es häufig schwer, diese auch wirkungsvoll einzusetzen und nachhaltig zu etablieren. Immer wieder lassen sich ähnliche Stolpersteine identifizieren, die nicht nur die Behörden selbst vor große Aufgaben stellen, sondern auch Entwicklungs- und Beratungsunternehmen, die IT-Projekte begleiten und umsetzen. Die Herausforderungen bewegen sich hierbei im Spannungsfeld zwischen rechtlichen Aspekten (z. B. Vergabeverfahren, Vergaberecht, Datenschutz), organisatorischen Aspekten (z. B. Rollenverständnis, Organisationsformen, Planungshorizont) und technischen Aspekten (z. B. Entwicklungsparadigmen, Experimentierkultur, IT-Sicherheit). Diese und weitere Problemfelder sollen im Rahmen des Vortrags erläutert und mögliche Lösungsansätze mit den Zuhörern diskutiert werden.

Über den Referenten:
Dr. Sven Söhnlein hat an der Universität Erlangen Informatik studiert und im Fach Software Engineering promoviert. Im Anschluss war er für ein Software-Unternehmen in der Entwicklung und Beratung bei Kunden aus den Bereichen Automotive, Medizintechnik und dem Behördenumfeld tätig. In seiner momentanen Funktion ist er für das IT-Projektmanagement des Amts für Digitalisierung, IT und Prozessorganisation in Nürnberg verantwortlich. Dr. Söhnlein ist Certified Scrum Master, iSAQB Certified Professional for Software Architecture, iSTQB Certified Tester (Advanced Levels & Agile Extension) sowie ICPMSB Certified Professional for Medical Software und als Referent und Autor in diesen Bereichen aktiv.

 

Peter Maerz (PTA GmbH) „Und täglich irrt das Murmeltier“

Abstract:
Reflexion über ein reales agiles Projekt, das in einer zuvor fest definierten Umgebung durchgeführt wurde. „Agilität trifft auf bestehende Organisationsstrukturen“ in ihrer reinsten Form!
Wir analysieren in dem konkreten Projekt diverse Probleme in Bezug auf Release Planung, Teamzusammensetzung, Kundenkommunikation, Requirements Engineering, Prozess und weiteres. Diese Probleme können Missverständnisse, Fehler, Unklarheiten oder auch Meinungsverschiedenheiten sein.
Wir betrachten dazu die Probleme selbst und ihre Ursache, die sich häufig aus der  Organisationsstruktur ergab. Die tatsächlich im Projekt verwendete Lösung mit ihren Konsequenzen und weitere mögliche Lösungen stellen wir vor und diskutieren sie. Der Fragekomplex „Wo liegen die Grenzen des Machbaren?“ wird insbesondere an dieser Stelle sehr deutlich, vor allem die Unterscheidungen: Was ist machbar, was von den Stakeholdern gewünscht und was ist tatsächlich sinnvoll.
Schließlich schneiden wir an, welche Auswirkungen sich in einem nicht agilen Projekt ergeben würden und daraus abgeleitet, wo die konkreten Vor- und Nachteile des agilen Ansatzes im betrachteten Projekt lagen.

Über den Referenten:
Peter Maerz, seit 20 Jahren im IT-Business, 15 Jahre Erfahrung als Entwickler, Architekt und Trainer.
Seit 2010 agil unterwegs als Product Owner, Scrum Master, Berater und Unterstützer bei agilen Transitionen.
Aktuell Scrum Master, „agiler Vorreiter“ und „Business Gamer“ intern in der PTA GmbH Unternehmensberatung und in Kundenprojekten.

 

Martin Wilbers (susanne bohn Leadership Competence) „Agile Führung“

Abstract:
Agiles Management und agile Organisation können eine Grenzerfahrung sein. Spätestens dann, wenn agile Bereich in einer Organisation auf den Rest der Organisationsstruktur ohne agiles Layout treffen. Aber: Wenn wir über Grenzen sprechen, dann müssen wir auch einen Blick über diese Grenzen hinaus werfen. In der geführten Diskussion wollen wir gemeinsam der Frage nachgehen, welche Möglichkeiten es gibt, die wahrgenommenen Grenzen agiler Vorgehensmodelle mit Blick auf konventionelle Organisationsformen in einem Betrieb auszuweiten und welche Herausforderungen das für agile Führung und agile Führungskräfte als Multiplikatoren einer neuen Organisations- und Führungsform bedeuten.

Über den Referenten:
Diplom Soziologe, zertifizierter Kommunikationsexperte, Change Manager, Psychologischer Coach und Corporate Brand Manager
„Nichts ist selbstverständlich“
Martin Wilbers, geb. 1981, ist spezialisiert auf Veränderungs- und Kommunikationsmanagement in wirtschaftlichen Zusammenhängen. Darüber hinaus arbeitet er seit vielen Jahren zum Thema Arbeitgeberattraktivität mit Blick auf neue Generationen und den sich verändernden Arbeitsmarkt. Als „Digital Native“ bewegt er sich zwar viel im digitalen Umfeld, weiß aber genauso um den Wert von Offline-Aktivitäten. Sein besonderes Steckenpferd ist der intensive Blick auf die Unternehmenskultur. Denn Digitalisierung beginnt im Kopf, nicht mit der Software.
Ausgezeichnet mit dem Internationalen Deutschen Trainingspreis 2013/2014 in Silber für „Tools zum professionellen Veränderungsmanagement“ in Zusammenarbeit mit der Fa. Schaeffler

 

Dr. Vera Gehlen-Baum (QualityMinds GmbH) „Agiles Lernen – agiler Lerncoach“

Abstract:
“Moment” werden Sie als Leser vielleicht denken – “Lernen ist doch etwas völlig individuelles – das hat doch jetzt gar nichts mit Agilität zu tun!” Und Sie haben Recht und Unrecht zugleich. Ja Lernen ist etwas sehr Individuelles und gerade deshalb hat es sehr viel mit Agilität zu tun!
In vielen Lernszenarien in Unternehmen steht nicht der Lernende im Mittelpunkt sondern die zu vermittelnden Inhalte. So glauben z.B. viele Vorgesetzte zu wissen, was ihre Mitarbeiter brauchen und von welchen Inhalten und Kompetenzen sie am meisten profitieren. Im Ansatz des agilen Lernens drehen wir die Sache um und stellen den Lernenden in den Mittelpunkt. Es ist der Lernende der entscheidet was er braucht, in welcher Intensität und vor allem mit welchem Ziel!
Und somit wären wir dann beim agilen Unternehmen, denn dafür braucht es, ebenso wie beim agilen Lernen, Mut und Vertrauen um neue Sachen auszuprobieren- um Lernende Fehler machen und neue Wege entstehen zu lassen.
In diesem Vortrag wird es um agiles Lernen gehen – was das ist, welche Voraussetzungen geschaffen werden sollten, um agiles Lernen zu erreichen und wie es im täglichen Doing umgesetzt werden sollte, damit sich agiles Lernen und agile Unternehmen gegenseitig befruchten.

Über die Referentin:
Team Lead für QualityLearning und Geschäftsführerin bei den QualityMinds. Sie studierte Pädagogik mit den Nebenfächern Psychologie und Informatik an der LMU München und promovierte 2016 zum Thema ‚Lernen mit neuen Medien‘. Vera Gehlen-Baum verfügt über langjährige Erfahrung in den Bereichen ProductOwner, Test und ScrumMaster und ist eine erfahrene Beraterin. Ihre besondere Expertise liegt im Bereich des agilen Lernens.

 

Jürgen Leger (Clear IT): „Der agile Werkvertrag in der Praxis“

Abstract:
Die Beauftragung von IT-Leistungen wird im Rahmen von permanenten Gesetzänderungen und sich wandelnden Rahmenbedingungen immer komplexer und auch risikoreicher. Jürgen Leger hat in seiner Funktion als Geschäftsführer der CLEAR GROUP in den letzten 20 Jahren alle Herausforderungen und Problemstellungen live miterlebt. In der Session stellt er den agilen Werkvertrag aus Basis von Scrum vor und geht anschließend auf die praxiserprobten Vorgehensmodelle Service Center und Competence Center ein. Abgerundet wird das Ganze durch Best-Practice Beispiele für die Vorgehensweise und Angebotserstellung bei agilen Werkverträgen.

Über den Referenten:
Jürgen Leger
Jahrgang 1968
Verheiratet, 2 Kinder
Diplom-Kaufmann
Abschluss Uni Würzburg 1994
Seit 1996 Gründer und Geschäftsführer der CLEAR GROUP
Seit 2017 Managing Director bei der ALTEN GROUP
Über 20 Jahre Erfahrung im Bereich Software-Entwicklung und Projektmanagement
Über 20 Jahre Erfahrung in der Abwicklung von IT-Projekten mit ANÜ und Dienst-/Werkverträgen
Mehrfacher Mentor beim Cross-Mentoring Programm von Susanne Bohn
Mehrfacher Speaker auf verschiedenen Konferenzen und Veranstaltungen

DavidUhlenberg

David Uhlenberg
Email: david.uhlenberg@asqf.de

Thomas-Oedinger

Thomas Oedinger
Email: thomas.oedinger@asqf.de

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