Schloß-Steinhöfel-Seminar, Berlin-Brandenburg
26.04.2010 (09:30 - 18:00)
Thema: „Innovationen in Markt u. Forschung“
Datum: 26.04.2010: Ganztagesveranstaltung
Das heurige Schloß-Seminar ist
hochgradig besetzt mit Sprechern der GI, des German Chapter ACM, der ZAB, des
regionalen Mittelstands und der Forschung.
Tagesprogramm:
Registrierung der Seminarteilnehmer
9:00 – 9:30 Kaffee und Getränke
Eröffnung des Schloß-Steinhöfelseminars 2010
9:30 – 9:40 Jan deMeer, GI, ACM, ASQF, ssl GmbH
4 Workshops zum Thema Innovationen in Markt und Forschung:
- WS I „Innovative Technologien“ Moderatoren:
Prof. Peter Langendörfer,IHP Frankfurt(O)
Sven Schreiber, SchreiberFriends.com Potsdam
- WS II „ Innovative Standards “ Moderatoren:
Axel Rennoch,, FhG FOKUS Berlin
Alexander Pflaum, FhG SCS Nürnberg
- WS III „Innovationen im Wissens- und Content Management“ Moderatoren:
Jörg Hafer, Uni Potsdam
Michael Dreusicke, Paux Technologies
- WS IV „Innovative Infrastrukturen“ Moderatoren:
Alexandra Pohl, ZAB Potsdam
Thomas Matzner GCh ACM München
Seminarstruktur:
09:40 – 11:20 1. Sitzung
11:20 – 11:40 Kaffeepause
11:40 – 13:20 2. Sitzung
13:20 – 14:00 Mittagspause
14:00 – 15:20 3. Sitzung
15:20 – 15:40 Kaffeepause
09:40 – 11:20 4. Sitzung
16:40 – 17:00 Kaffeepause
17:00 – 18:00 5. Sitzung
18:00 – 19:00 Diskussion, Zusammenfassung der Workshops und Seminarabschluss
ab 19:00 „Kamingespräche“
zum Ausklang des Tages und Knüpfung neuer (fachlicher) Beziehungen.
Um rege Beteiligung wird gebeten!
1. 9:40 – 10:20 Prof. Stefan Jähnichen, FhG-FIRST: Informatik – zwischen gestern und heute.
Der Vortrag beschreibt den Weg von der Erfindung von effizienten Algorithmen und den Bemühungen um die Strukturierung und Abstraktion von Entwicklungsprozessen bis hin zur Vision von Software als Basis zur Entwicklung hochverteilter und stark dezentraler Systeme, die auch autonomes Verhalten realisieren. Zu den zukünftigen Herausforderungen gehört die Entwicklung von Ensembles, die aus einer sehr großen Anzahl von Knoten mit komplexen Interaktionen und einer variablen Netzwerktopologie bestehen. Sie arbeiten in offenen und oft nichtdeterministischen Umgebungen. Mögliche Beispiele für solche Ensembles sind Systeme zur Umgebungsassistenz, Schwärme von Nanostrukturen, Roboter oder auch globale virtuelle Unternehmen.
2. 10:20 – 10:40 Prof. Olaf Resch, HWR Berlin: Wissensmanagement mit Experten, am Beispiel der Evaluation von FP7 Forschungsanträgen.
Wissensmanagement ist mittlerweile als wichtiges Konzept der Unternehmensführung anerkannt. Im Fokus stehen vor allem Prozesse, Werkzeuge und Software. In diesem Beitrag wird mit der Rolle von Experten ein anderer Aspekt des Wissensmanagements diskutiert. Als Praxisbeispiel dient der Einsatz von Experten bei der Evaluation von Forschungsförderanträgen beim 7. Forschungsrahmenprogramm der Europäischen Kommission.
3. 10:40 – 11:20 Alexandra Pohl, Enterprise Europe Network Berlin-Brandenburg, ZAB GmbH; Sybille Kubale, Enterprise Europe Network Berlin-Brandenburg, Berlin Partner GmbH: Aktuelle EU-Förderoptionen für innovative IKT-Unternehmen.
Es werden zwei wichtige EU-Förderprogramme, die innovative Unternehmen aus der IKT-Branche in Anspruch nehmen können, vorgestellt. Zuerst wird in die Struktur des 7. EU-Forschungsrahmenprogramms eingeführt und ein Überblick über aktuelle Themen gegeben, Ausschreibungen und die Beteiligungsmöglichkeiten, die sich insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen im IKT-Sektor bieten. Sodann werden aktuelle Ausschreibung im Rahmen des Unterstützungsprogramm für die IKT-Politik der EU (ICT PSP Programm) dargestellt. Das Programm soll dabei helfen, Hindernisse für die Entwicklung einer übergreifenden Informationsgesellschaft zu überwinden und führende Märkte für innovative IKT-gestützte, anwenderorientierte Lösungen in Bereichen öffentlichen Interesses zu entwickeln.
11:20 – 11:40 Kaffeepause
4. 11:40 – 12:20 Sven Schreiber, Schreiber&Friends: Neue digitale Technologien, viral und produktiv für Marketing, Vertrieb und eLearning.
Neue, digitale Technologien und Dienstleistungen für virales Marketing, schnelleren Vertrieb, eLearning und effizienteren Umgang mit Informationen. Ein Überblick über eine Auswahl der derzeit innovativsten Darstellungsformen, technische Dokumentation.
5. 12:20 – 12:40 Christian Lippmann, structura GmbH: Virales Lernen mit Schwerpunkt interaktives Wissensmanagement.
Inhalte wie z.B. Gebrauchs- oder Arbeitsanweisungen sollen zum richtigen Handeln befähigen. Bei klassischen Medien wie Flyern oder Broschüren bleibt dem Autor verborgen, ob und wie der Inhalt tatsächlich genutzt wird. Nutzer können nur schwer Rückmeldung geben oder selektiv Fragen stellen. Virales Lernen als Konzept bietet eine einfach Möglichkeit, Inhalte schnell und nutzergerecht im Netz zu verteilen, evaluierbar zu machen und dem Nutzer über Feedback an der inhaltlichen Qualität zu beteiligen.
6. 12:40 – 13:20 Michael Dreusicke, Paux Technologies, Berlin: MicroContent Management mit PAUX - 4
innovative Monetarisierungsmöglichkeiten für Content online.
1. Zusätzliche Info-Fenster an Content-Objekten unterstützen das Verständnis und den Anzeigenverkauf.
2. Detaillierte Kommentarfunktionalität: Leser können beliebige Content-Objekte annotieren.
3. Nutzergruppenspezifischer Content für unterschiedliche Nutzergruppen nach Schwierigkeit filtern.
4. Integriertes e-Learning: Sätze mit e-Learning-Funktionalität, z.B. Karteikarten mit Herleitungsfragen und - antworten, Multiple Choice Tests und Lückentexte
13:20 – 14:00 Mittagspause
7. 14:00 – 14:20 Ralf Lipinski, VIOM GmbH Berlin, Bertram Meimbresse, Forschungsgruppe Verkehrslogistik
TH Wildau: Sonora – Konzept zu innovativen und internationalen Infrastruktur- Planung im Nord-Süd-Korridor mit
intelligenter IT (intermodale Routingoptimierung, Geoinformations-Tools und Szenarienerstellung)
8. 14:20 – 15:00 Thomas Matzner, German Chapter ACM: Standards für Workflow – Praxiserfahrung mit Business
Process Modeling Notation (BPMN).
BPMN (Business Process Modeling Notation) von der OMG verspricht einen nahtlosen Übergang von der Modellierung von Arbeitsabläufen zu ihrer Implementierung. Erfahrungen aus einem aktuellen Praxis-projekt zeigen den Stand und Nicht-Stand der Technik. Zur Illustration wird ein realistischer Workflow modelliert und mit einer Open-Source-Workflow-Engine (Bonita) umgesetzt.
9. 15:00 – 15:20 Prof. Joachim Rauchfuß, S.Schleusener, Beuth Hochschule: Anwendung von Prinzipien der
modellbasierten Sicherheitsanalyse mit RODON am Beispiel eines Präzisionsanflugradars.
Für komplexe technische Systeme ist der Einsatz modellbasierter Entwurfsmethoden ein etabliertes Vorgehen. Für den Abschnitt der Sicherheitsanalyse finden diese Methoden noch keine weite Verbreitung. Vorgestellt wird die Untersuchung der Einsetzbarkeit des Programmsystems RODON für eine modellbasierte Sicherheitsanalyse am Beispiel eines Präzisionsanflugradars. Es wird gezeigt, daß mit diesem für die Automobiltechnik entwickelte Lösung auch für einen Einsatz in der Luftfahrt geeignet ist.
15:20 – 15:40 Kaffeepause
10. 15:40 – 16:20 Theo Vassiliou, TestingTech, Axel Rennoch, Prof. Ina Schieferdecker, FhG FOKUS: TTCN –
standardisierte Basis und Motor für Innovatives Testen.
Die Wurzeln der heute weit verbreiteten „Testing and Test Control Notation“ (TTCN-3) stammen aus den 80er Jahren. Mit der erstmals von der ISO standardisierten Version kamen entsprechende Werkzeuge und Industriestandards auf den Markt. Ausgehend von der Telekommunikation dringt TTCN-3 mit zunehmender Komplexität heutiger Software in nahezu alle Domänen. TTCN-3 wurde Zielnotation für modellbasiertes Testen und entwickelt sich bereits weiter: 2010 werden von ETSI Neuerungen veröffentlicht, die der Industrie eine standardisierte Basis für innovatives Testen bereitstellt.
11. 16:20 – 16:40 Uwe Doetzkies, Informatik für die Industrie, Berlin: Manuelles Testen großer industrieller Systeme – Nichtfunktionale Anforderungen an große Softwaresysteme lassen sich in der Regel noch nicht automatisch testen.
Der Autor präsentiert einen Erfahrungsbericht, wie manuelle Tests geplant, vorbereitet, durchgeführt und ausgewertet werden. Ziel ist es, durch die Verallgemeinerung dieser und anderer Erfahrungen zur Automatisierung solcher Tests beizutragen.
16:40 – 17:00 Kaffeepause
12. 17:00 – 17:20 Dr. Alexander Pflaum, FhG SCS Nürnberg: neue Standards, am Beispiel von JTC1 SC 38
„Distributed Application Platforms and Services. – Zusammenfassung.
13. 17:20 – 17:40 Prof. Peter Langendörfer, IHP Frankfurt/Oder: Towards Cyber Physical Systems Protection:
Recent Achievements and Challenges Ahead.
Cyber physical systems are characterized by the fact that they combine sensor and/or actuator devices which are measuring and/or influencing real world phenomena while being integrated into the cyber world via a network connectivity. Process and industry automation as well as critical infrastructures such as energy distribution networks are already existing cyber physical systems. In these application domains wireless sensor and actuator networks (WSAN) are already part of the overall system or are considered to become part of it in the near future. Their benefit i.e. that they provide low cost networked devices which are connected wirelessly may be considered their major benefit but also their major pitfall. We will present a thorough threat analysis for critical infrastructure protection, outline envisioned countermeasures and discuss still open research challenges ahead.
14. 17:40 – 18:00 Abel Marrero, DCAITI TU Berlin: Multilevel Testing.
Vorgehensmodelle wie das V-Modell eignen sich nicht uneingeschränkt zur Beschreibung vom Testprozess eingebetteter Systeme im Automobilbereich. Ein großes Manko dabei ist die strikte Trennung von Teststufen, die dazu führt, dass sie unabhängig voneinander angesehen werden. Dabei gibt es Gemeinsamkeiten, die eine Betrachtung des Testprozesses als Ganzes nahe liegen. Genau das leistet multi-level testing - ein neuartiger Ansatz der auf teststufenübergreifende Wiederverwendung basiert.
18:00 – 19:00 Diskussion, Zusammenfassung der Workshops und Seminarabschluss
ab 19:00 „Kamingespräche“ mit reger Beteiligung aller Seminarteilnehmer!
Veranstalter:
Das „Schloß-Steinhöfel-Seminar" wird gemeinsam gestaltet von der Gesellschaft für Informatik (GI) - Regionalgruppen Berlin u. Brandenburg, dem Arbeitskreis für Software-Qualität u. Fortbildung e.V. (ASQF) Potsdam, sowie der ZukunftsAgentur Brandenburg GmbH (ZAB) Potsdam, der Berlin Partner GmbH, den Partnern im Enterprise Europe Network Berlin-Brandenburg und der IHK Frankfurt(Oder).
Es bietet in Ergänzung zu den GI/ASQF-Fachgruppen ein Expertenforum an, an welchem die fachliche Expertise aus der Region Berlin und Brandenburg, gepaart mit dem Know-how und der Erfahrung der unterstützenden Fachvereinigungen und -gruppen, sich zu neuen Synergien zusammenfindet.
Ort:
Das „Schloß-Seminar" findet in idyllischer
Umgebung, mitten im Land Brandenburg, in der
Nähe von Fürstenwalde, dennoch gut erreichbar, statt:
Anfahrt zum Schloß:
http://www.schloss-steinhoefel.de/start.htm
Mit der Anmeldung wird ein Beitrag von 40€ Teilnehmergebühr fällig. Darin sind Getränke für den Tagung und ein kleiner Imbiß am Mittag enthalten. Die Teilnehmer erhalten dazu eine entsprechende Rechnung. (Studenten und Referenten sind von der Teilnehmergebühr ausgenommen!)
Wir freuen uns auf Ihre
Teilnahme und auf eine rege Diskussion!
Dieser Termin ist für die Registrierung geschlossen.



