ASQF Process-Improvement Failure Night

Warum Prozessverbesserungen scheitern, beleuchten wir auf der 1. ASQF Process-Improvement Failure Night. Sie wird von der Fachgruppe Automotive Bayern-Süd als Auftakt ihres neuen Programms veranstaltet – Corona-bedingt online.

Unternehmensprozesse entwickeln sich permanent weiter um geänderte Rahmenbedingungen zu reflektieren, Innovationen einfließen zu lassen aber auch um kontinuierlich besser zu werden. Mancher von uns hat dabei auch schon erlebt, dass stimmig scheinende Prozessverbesserungsmaßnahmen letztlich doch scheiterten. In zwei Vorträgen berichten deshalb Experten aus der Praxis warum Prozessverbesserung fehlschlagen kann. Und natürlich gehen sie auch darauf ein, wie „Process-Improvement Failure“ frühzeitig erkannt und vermieden werden können.

Im Anschluss an die beiden Vorträge gibt es ausreichend Gelegenheit, Fragen an die Referenten zu stellen, aber auch darüber hinaus zum Thema „Process-Improvement“ zu diskutieren und natürlich, wenn auch Remote, zu Netzwerken.

17:30 Uhr: Begrüßung
17:40 Uhr: Vortrag Klaus Lamm (Method Park) “Warum Prozessverbesserungen scheitern”
18:20 Uhr: Vortrag Martin Beißer (sepp.med) “Innovativer Testprozess – Mission Impossible”
19:00 Uhr: Diskussionsrunde mit den Speakern
20:00 Uhr: Ende

Klaus Lamm (Method Park) “Warum Prozessverbesserungen scheitern”

Abstract:

Typischerweise gliedern sich die Prozess-Verbesserungsmaßnahmen in verschiedene Phasen. Angelehnt an Plan-Do-Check-Act wollen wir uns das Setup, die eigentliche Prozesserarbeitung sowie die Roll-out/Feedback-Phase anschauen.

Alle diese Phasen bieten hinreichend Raum für „kreative“ Lösungen, aber auch für das vorprogrammierte Scheitern einer Prozessverbesserung.

Dieser Vortrag zeigt Fallstricke und typische Fehler in Prozess-Verbesserungsprojekten auf. Der Referent gibt seine Erfahrung aus zahlreichen Projekten an die Teilnehmer weiter und erläutert, wie Fehler erkannt werden können, welche Auswirkungen sie haben und wie sie sich vermeiden lassen.

Über den Referenten:
Der Referent, Klaus Lamm, ist Senior Consultant bei der Method Park Consulting GmbH und hat Unternehmen bei der Analyse und Optimierung von Prozessen begleitet. Er ist zertifizierter Projektleiter, Qualitätsmanager, Six-Sigma-Black-Belt, Automotive SPICE® Provisional Assessor sowie Mitglied im DIN-Arbeitskreis des Normenausschuss Automobiltechnik – „Allgemeine Anforderungen an Fahrzeuge (Funktionale Sicherheit)“.

 

Dr. Martin Beißer (sepp.med) “Innovativer Testprozess – Mission Impossible”

Abstract:
MBT ist super – Warum machen wir es dann nicht?
Am Ende eines Projektes stellt man oft fest, dass nicht alles optimal gelaufen ist. Für das nächste Projekt nimmt man sich vor, es besser zu machen (z.B. mehr zu automatisieren). Doch seltsamerweise reicht die Zeit dann wieder nicht für die Einführung der gewünschten Prozessverbesserung.
Bei der Einführung einer neuen Testmethodik wie MBT (also den modellbasierten Test) lässt sich dieser Effekt sehr gut beobachten. Die Vorteile von MBT sind allen klar. Noch nach der ersten Evaluierung sind alle Feuer und Flamme. Man ist für die Umsetzung. Doch zum konkreten Einsatz kommt es dann irgendwie doch nicht recht.
Woran liegt das? Aus unserer Erfahrung mit Testprozessverbesserungen aller Art ähneln sich die Ursachen. Häufig scheitert die Initiative am allzu menschlichen Widerstand gegen Veränderungen. Doch es gibt noch andere Gründe, die wir beobachten und benennen können. Natürlich haben wir auch Vorschläge, wie man es besser machen könnte. Diese möchten wir gerne mit dem Publikum diskutieren.

Über den Referenten:
Dr. rer. nat. Martin Beißer hat in Erlangen Physik studiert. Nachdem er zunächst sein Diplom im Bereich der Hochenergiephysik abgelegt hat, wechselte er in die Geophysik und promovierte hier mit einer Arbeit im Fachbereich Seismologie. Nach seiner Promotion war er mehrere Jahre als Geo-Wissenschaftler an verschiedenen in- und ausländischen Forschungseinrichtungen tätig. Zuletzt war er am Geoforschungszentrum Potsdam mit der Überwachung von Vulkanaktivitäten befasst.
Danach hat er in mehreren Projekten im Bereich Fehlererfassung, Qualitätssicherung und Prozessoptimierung im Auftrag für verschiedene Automobilhersteller gearbeitet.
Seit Juni 2000 ist Dr. Martin Beißer in der Geschäftsleitung der sepp.med gmbh verantwortlich für die Bereiche Softwareentwicklung, Qualitätssicherung und Beratung in Medizintechnik-, Avionik- und Automotive-Projekten.
Seit mehr als 15 Jahren treibt er das Thema modellbasierter Test und automatische Testfallgenerierung bei sepp.med maßgeblich voran. In Vorträgen und Veröffentlichungen setzt er sich für die Verbreitung der modellbasierten Testidee ein.

Günter Schneider

Email: guenter.schneider@asqf.de 

Klaus Lamm small

Klaus Lamm

Email: klaus.lamm@asqf.de

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Kontakt: info@asqf.de

 

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