ASQF Testing Day Niedersachsen

„Qualitätssicherung in Industrie 4.0 und IoT“

Industrie 4.0 und IoT, zwei Schlagworte und was haben diese für Auswirkungen auf den Bereich Softwaretest.

Industrie 4.0 oder Wie steht es um die Zukunft der industriellen Arbeit und welche Bedeutung hat diese für Beschäftigte  und Beschäftigung in Deutschland?

  • Wie verändert sich in diesem Zusammenhang auch die vorgelagerte Entwicklung von neuen Maschinen und Produktionsverfahren.
  • Was bedeutet das für die Qualitätssicherung?

IoT Internet of things wird oft als Konsumerprodukt gesehen. Ohne eine Wertung vornehmen zu wollen – keine „Raketentechnik“ per se. Für das Internet der Dinge ist Voraussetzung, dass Hersteller diese Dinge über das Internet vernetzbar machen.

Somit kommen wir auch mit Industrie 4.0 in Berührung. Auch hier die fast identische Fragestellung:

  • Wie verändert sich in diesem Zusammenhang auch die vorgelagerte Entwicklung von neuen Produkten.
  • Was bedeutet das für die Qualitätssicherung?

Der diesjährige Testing Day wird Schlaglichter auf die Schlagwörter setzen.

09:00 Uhr:         Beginn – Registration – Networking

09: 45 Uhr;        Begrüßung

10:00 Uhr:         Dr. Armin Metzger (GTB): „Die Herausforderung IoT annehmen – Quality Engineering und Skills“

10:30 Uhr:         Norman Lieder (CGI): „Validierung der Industrie 4.0 Software-Entwicklungsarbeit oder auch „meine Produktivumgebung fährt mir mit 120km/h davon““

11:00 Uhr:         Kaffeepause

11:30 Uhr:         Alexandra Schladebeck: „Wie sehen die Tester der Zukunft aus?“

12:00 Uhr:         Nils Röttger (imbus): „Der einfache Usability Test für Apps und Teile des IoT“

12:30 Uhr:         Mittagspause

14:00 Uhr:        Matthias Pruksch (sepp.med):  „Der Geist aus der Flasche – oder warum das IoT automatisierte Tests benötigt“

14:30 Uhr:         Tim Winselmann (Bredex): „Kosten sparen durch Sensoren, eine Fallstudie um industrielles IoT zu testen“

15:00 Uhr:        Podiumsdiskussion

15:30 Uhr:         Feedbackrunde und after lectures Networking

Dr. Armin Metzger (GTB): „Die Herausforderung IoT annehmen – Quality Engineering und Skills“

Abstract:
Das Internet der Dinge – ein Schlagwort. Aber IoT ist nicht nur ein Schlagwort, sondern seit langem technische Realität, die innerhalb der Digitalen Transformation zunehmenden Einfluss auf die industrielle Welt in jeder Anwendungsdomäne gewinnt. Die Unsicherheit über mögliche Lösungen und sogar über die eigentliche Aufgabenstellung wächst. Und diese Unsicherheit umfasst schon lange nicht mehr nur technische Aspekte, sondern zunehmend auch rechtliche, gesellschaftliche und sogar ethische Aspekte.
Dabei verschiebt sich der Fokus der zu betrachtenden Qualitätsaspekte langsam aber deutlich auf ganz andere als die etablierten rein funktionalen Qualitätsaspekte. Softwarequalität auf dem Stand der IoT-Kunst beschäftigt sich mit sehr heterogenen IT-Landschaften und Daten, mit Komponenten, die „ihren eigenen Willen“ entwickeln, und mit einem stärker werdenden Einfluss von Kundenanforderungen wie z.B. Benutzbarkeit und IT-Sicherheit.
Ein Umdenken und ein Skill-Shift in den Entwicklungsprojekten, ein komplettes Umdenken bezüglich der Engineering- und Validierungs-Ansätze ist nötig, um mit diesen Veränderungen Schritt zu halten. Der Shift Left hin zu proaktivem Quality Engineering von Beginn an, statt reinem retrospektiven Testen, wird zunehmend wichtiger, um Qualität in Softwareprojekten zu ermöglichen.
Der Vortrag diskutiert die Herausforderungen und ihre Auswirkungen auf Projekte und Produkte und den Ansatz von Schemata zur Personalzertifizierung, mit dem das German Testing Board und der ASQF als unabhängige Organisationen Lösungen in Form von De-facto-Standards und einem gemeinsamen Glossar anbieten. Als erster Schritt wird 2018 der Kurs „Certified Professional for IoT“ als gemeinschaftliches Ergebnis einer ASQF/GTB-Arbeitsgruppe zur Verfügung stehen.

Über den Referenten:
Dr. Armin Metzger engagiert sich seit 1992 in verschiedensten Domänen für das Thema der Qualität in der Software- und System-Entwicklung. Seine Erfahrung reicht von Hands-On Test Aktivitäten über Beratung, Training und Prozessverbesserung bis hin zu Geschäftsentwicklung und der Einführung von Methodik wie dem Modellbasierten Testen. Er ist vertraut mit nationalen und internationalen Gremien wie ASQF e.V., OMG, ETSI und ISTQB®. Als Gründungsmitglied und ehemaliger Vorstandsvorsitzender unterstützt Armin Metzger seit 2018 den German Testing Board e.V. als Geschäftsführer.

 

Norman Lieder (CGI): „Validierung der Industrie 4.0 Software-Entwicklungsarbeit oder auch „meine Produktivumgebung fährt mir mit 120km/h davon““

Abstract:
In der traditionellen Software-Entwicklungsarbeit kann zur Validierung und zum Testen von Updates oder neuen Anwendungen auf eine Testumgebung in Form von Server, Datenbank, Applikation, etc. zurückgegriffen werden.
Was aber tun, wenn das Entwicklungsprojekt Güterzüge, Förderungsanlagen, kritische Betriebsabläufe oder verderbliche Lebensmittel als zentrale Komponente hat? Das Durchspielen von Testfällen und eine Überprüfung erhobener Daten sind hier (wenn überhaupt) nur mit hohen Kosten und Auswirkungen auf die Produktion möglich. Eine Testumgebung existiert zumeist nicht.
Vor genau dieser Herausforderung stehen wir in Industrie 4.0 / IoT Projekten, wenn der zu analysierende Zug mit 120 Stundenkilometern an uns vorbeirauscht und eine Validierung der gelieferten Daten nicht möglich ist. Weiterhin stellt die Dezentralisierung von Systemen und Hardware erhöhte Anforderungen an das Implementieren von Security-Richtlinien und einhergehend an Entwicklungspraktiken wie agile Softwareentwicklung (Scrum), Test-driven Development oder Continuous Integration.
Eine mögliche Lösung liegt in Versuchsstellungen und der Definition von Testfällen – ein Zusammentreffen der Ingenieur und IT Disziplin ermöglicht eine – durchaus mit kreativen Mitteln aufgesetzte – aussagekräftige Simulation. Illustriert von bereits etablierten Teststellungen und aktuell laufenden Projekten werden in diesem Vortrag die Aktualität, Herausforderung und mögliche Lösungsszenarien und -strategien aufgezeigt.

Über den Referenten:
Norman Lieder ist IoT-Berater bei CGI und IoT Practice Lead. Er gehört zum Metromarkt North und ist an den Standorten Berlin, Bremen und Hamburg anzutreffen. Durch seine Aktivitäten in der Start-up-Szene in Berlin, hat er ein Netzwerk von Gründern, Investoren und Entwicklern, die CGI dabei helfen neue Technologien schneller und schlanker zur Marktreife zu führen. Die Symbiose aus Start-up-Mentalität und Corporate Experience ist die Ausgangsbasis für CGI’s IoT-Geschäft und –Entwicklungen. Norman Lieder verbindet beide Welten und verantwortet so ein schlankes und lösungsorientiertes Vorgehen, welches sich in relevante Prozess Vorgaben, Zertifizierungen und Sicherheitsaspekte genauso einfügt wie es schnelle, sichtbare Erfolge liefert.

 

Nils Röttger (imbus AG): „Der einfache Usability Test für Apps und Teile des IoT“

Abstract:
Für das Internet of Things werden immer mehr Anwendungen und Produkte auf den Markt gebracht. Viele davon agieren im Hintergrund ohne dass der Nutzer etwas davon mitbekommt. Manche müssen aber gesteuert und bedient werden. Der Nutzer soll dabei möglichst einfach mit den „Dingen“ kommunizieren können.
Was ärgert den Nutzer dabei am Meisten?

  1. Die Unbenutzbarkeit eines Produktes: Wenn sich eine App oder ein Schalter nicht intuitiv und einfach bedienen lassen, wiegt das schwerer, wie ein Fehler in einer Berechnung.
  2. Die Geschwindigkeit: Wenn diese Berechnung gefühlt zu lange dauert ist das für den Nutzer ebenfalls schlimmer als ein „normaler“ funktionaler Fehler.

Usability ist zusammen mit der Performanz eine der beiden wichtigsten nicht-funktionalen Anforderungen an Apps und IoT Anwendungen. Wenn die Usability nicht den Wünschen der User entspricht, wird die App nicht mehr benutzt und meistens gelöscht. Gegebenenfalls gibt es noch eine negative Bewertung in den jeweiligen Stores und zukünftige Benutzer werden davon abgehalten, die App überhaupt auszuprobieren.
Wie testet man die Usability von IoT Produkten und den dazugehörigen Apps?
Ein echter Usability Test im Speziallabor ist teuer und gerade auch im App- oder IoT-Bereich nicht immer zielführend.
Der Vortrag stellt eine einfache Methode vor, die Usability von Apps oder Teilen des IoT zu testen und damit die Qualität des Produkts deutlich zu verbessern.

Über den Referenten:
Nils Röttger hat an der Universität in Göttingen Informatik studiert. Bereits während des Master-Studiums lag sein Schwerpunkt im Themengebiet Softwaretest. Seit 2008 arbeitet er am Hauptsitz der imbus AG in Möhrendorf als Berater, Projektleiter und Speaker. Seit 2013 ist er bei imbus für den Bereich Mobile Testing verantwortlich.

 

Matthias Pruksch (sepp.med): „Der Geist aus der Flasche – oder warum das IoT automatisierte Tests benötigt“

Abstract:
Internet der Dinge? Da denke ich an „smarte“ Dinge, Vernetzung und vielleicht auch an Magie, die daraus entsteht. Dabei steckt die erfolgsentscheidende Magie in der Software, die in den Dingen, im Netz und den dahinterliegenden unsichtbaren Cloud-Plattformen steckt. Die Sicherstellung des erwünschten Zusammenspiels der, aus völlig unterschiedlichen Domänen stammenden,  Software, setzt ein stringentes Qualitätsmanagement voraus, sowie eine weitgehende Absicherung durch automatisierte Tests. Denn die einzige Konstante in IoT-Systemen ist deren Veränderung – während des Betriebs.

Über den Referenten:
Matthias Pruksch ist bei sepp.med der Ansprechpartner für Entwicklung und Qualitätssicherung von IoT-Systemen, ist Mitautor des Lehrplans zum „ASQF Certified Professional for IoT“ und war Projektleiter des Förderprojekts Test@Cloud. Bevor er 2006 zu sepp.med kam, war er in verschiedenen Start-Up Unternehmen tätig, wo er neben der Entwicklung von Medizinprodukten für die Augenheilkunde, auch für die Qualitätssicherung einer massiv parallelen Data Warehouse Applikation verantwortlich war.

 

Tim Winselmann (Bredex): „Kosten sparen durch Sensoren, eine Fallstudie um industrielles IoT zu testen“

Abstract:
Ein gut entworfenes und getestetes IoT Produkt sollte Anwendern dabei helfen durch die bereitgestellten Informationen Geld einzusparen – wie kann dieses Szenario bei einem echten Kunden aussehen und wie können Tests durchgeführt werden?
In diesem Vortrag werde ich am konkreten Beispiel eines Maschinenbauers vorstellen wie Supporteinsätze in einem Fertigungsbetrieb reduziert werden sollen. Durch die Sammlung von Sensordaten soll festgestellt werden ob der Supportfall z.B. durch eine falsche Materialdicke herbeigeführt wurde.
Während des Vortrags werde ich erklären, wie Qualität von Anfang an im Projekt sichergestellt wurde. Ich werde erläutern welche Qualitätsattribute neben Funktionalität wichtig waren und beschrieben wie diese getestet wurden.

Über den Referenten:
Tim Winselmann ist Softwareentwickler, IoT Solution Architect, Problemlöser und Trainer bei der BREDEX GmbH. Er ist der technische Projektleiter für die IoT Arbeitsgruppe in der Firma und kann meistens zwischen Kabeln, Raspberry Pis, Mikrokontrollern und seiner Entwicklungsumgebung angetroffen werden. Er liebt es verschiedene Protokolle und Sensoren auszuprobieren – und damit echte Kundenprobleme zu lösen. Er hat eine hohe Affinität für Qualität und arbeitet eng mit den Testern in der Firma zusammen. Als Trainer gibt er den Certified Professional for IoT, das Java Bootcamp und individuelle Workshops. Wenn er nicht im Büro ist arbeitet er an seinem eigenen Smart Home oder seinem Heimkino.

guidowerner

Guido Werner
Email: guido.werner@asqf.de

schladebeck_alexandra

Alexandra Schladebeck
Email: alexandra.schladebeck@bredex.de

 Unterstützen Sie diese Veranstaltung und werden Sie noch heute Aussteller. Kontakt: info@asqf.de

Organisatoren

Sponsoren

BREDEX_GmbH_aus_Braunschweig_Logo
CGI_quadrat
eggplant_300x200
Eventim_Logo
imbus-logo_300x200
iSQI
Sogeti_Logo_3COL_Print

Medienpartner

Logo_BVMW_kompakt_positiv_RGB_S
dpunkt-logo-dunkel

Mit der Anmeldung zu der oben aufgeführten Veranstaltung des ASQF e.V. willigen Sie ein, dass Fotos die auf dieser Veranstaltung gemacht werden und Sie abbilden, durch ASQF e.V. unter Namensnennung vervielfältigt, verbreitet, gesendet und öffentlich zugänglich gemacht werden dürfen. Diese Lizenz wird unentgeltlich eingeräumt.
Diese Einwilligung ist widerruflich. Sie haben jederzeit die Möglichkeit, Fotos die von Ihnen oder Ihrer Begleitung auf der Veranstaltung gemacht wurden und die sich auf unserer Website oder auf unseren Seiten in Social Media Plattformen (insbesondere Facebook und Twitter) befinden, durch ASQF e.V. entfernen zu lassen. Dafür reicht eine kurze Mail an info@asqf.de