Präsidium

Die Vertretung des ASQF e.V. erfolgt durch das vorstehende Präsidium. Die ehrenamtliche Arbeit der insgesamt sieben Präsidiumsmitglieder erstreckt sich auf alle Vereinsangelegenheiten. Das Präsidium tritt mindestens einmal im Quartal zusammen, um Strategien festzulegen und die Vereinsarbeit zu koordinieren – auf der Tagesordnung stehen die Einberufung der Mitgliederversammlung und die Ausführung deren Beschlüsse, die Aufstellung und der Beschluss eines Wirtschaftsplans, sowie eines Jahresprogramms, und auch die Aufnahme oder der Ausschluss von Mitgliedern. Besondere Bedeutung kommt dem Präsidium beim Controlling der Geschäftsführung des Vereins und als Gesellschafterversammlung des Instituts iSQI zu.

Prof. Dr.-Ing. Ina Schieferdecker ist seit 2003 Mitglied im Präsidium und seit September 2015 ist sie die Präsidentin des ASQF e.V.

Frau Prof. Schieferdecker studierte Mathematische Informatik an der Humboldt-Universität zu Berlin und promovierte 1994 an der Technischen Universität Berlin zu leistungserweiterten Spezifikationen und der Analyse von Dienstqualitätseigenschaften.

Von 1997 bis 2004 war sie Leiterin des Kompetenzzentrums für Testen, Interoperabilität und Performanz (TIP). Von 2003 bis 2011 hat Frau Prof. Schieferdecker an der Technischen Universität Berlin zum Entwurf und Testen von Telekommunikationssystemen gelehrt. Sie war Gastforscherin u.a. am International Computer Science Institute (ICSI), Berkeley/USA, am Centre de recherche informatique de Montréal (CRIM), Canada, an der University of Oslo, Norwegen, und der University of Queensland, Brisbane/Australien. Von 2008 bis 2011 war Frau Prof. Schieferdecker Direktorin des Integrierten Graduiertenprogramms für Human-Centric Communication. Bis Dezember 2013 war sie Leiterin des Kompetenzzentrums für Modellierung und Testen (MOTION, heute System Quality Center – SQC) am Fraunhofer Institut für Offene Kommunikationssysteme (FOKUS), Berlin. Seit Januar 2015 leitet sie das Institut gemeinsam mit Prof. Dr. Manfred Hauswirt.

Frau Prof. Schieferdecker ist u.a. Mitglied der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech), des IEEE, GTB, ACM und der Gesellschaft für Informatik. Des Weiteren ist sie Mitglied der Nationalen Plattform Zukunftsstadt, der acatech-Arbeitsgruppe Stadt der Zukunft, Mitglied des Smart City Netzwerks Berlin sowie der Fraunhofer Morgenstadt.

Vizepräsident

Norbert Kastner ist seit September 2015 ASQF-Vizepräsident. Außerdem ist der Leiter der ASQF-Fachgruppe Projektmanagement.

Herr Kastner war Senior Manager bei der sepp.med gmbh. Von der Gründung 1996 bis 2009 war er Geschäftsführer. Unter seiner Führung hat sich sepp.med zu einem der bedeutsamsten mittelständischen IT-Unternehmen mit Schwerpunkten im Bereich SW-Entwicklung und Qualitätssicherung im regulierten Umfeld, sowie Training von ISTQB-Themen in der fränkischen Metropolregion entwickelt. Seine große Stärke liegt in der Optimierung von Arbeitsabläufen und Prozessen, sowie der Personalentwicklung. In den vergangenen Jahren lag ein Arbeitsschwerpunkt im Entwickeln und Coachen von Führungskräften, u.a. als Mentor im Crossmentoring-Programm in der Region Nürnberg.

Herr Kastner engagiert sich seit vielen Jahren im ASQF. Neben der Leitung  der Fachgruppe Projektmanagement, war über mehrere Jahre Kassenprüfer und ist seit 2011 Mitglied im Präsidium. In dieser Funktion hat er u.a. die interne Qualitätssicherung bei den Prozessabläufen der iSQI GmbH beratend unterstützt. Sein Arbeitsschwerunkt im ASQF liegt im Bereich der Fachgruppenbetreuung und -entwicklung.

Vizepräsident

Ludger Meyer war bis 2011 Mitglied im ASQF-Beirat. Seit 2011 ist er Mitglied im Präsidium des ASQF e.V. und seit  September 2015 Vizepräsident.

Nach dem Studium der Physik mit Schwerpunkt Kernphysik in Köln startete Herr Meyer bei der Siemens Nixdorf Informationssysteme AG 1991 im Umfeld der CAD Entwicklung. Qualität, insbesondere die der Software, war hier ein wesentlicher Schwerpunkt. 1993 wechselte er zum Mobilfunk der Siemens AG, wo er das Thema Konfigurationsmanagement bearbeitete. Im Rahmen eines Prozessverbesserungsprogramms wechselte er 1996 zur Corporate Technology der Siemens AG. Das Thema Prozessverbesserung in Entwicklungsprozessen mit starken SW-Bezug war für viele Jahre ein wesentlicher Schwerpunkt seiner Arbeit. Prozess-Verbesserung und Prozess-Assessments in unterschiedlichen Kulturkreisen und Geschäftseinheiten haben ihm die Wirkweise von Forschung und Lehre in Zusammenspiel mit dem Lernen der Anwender aufgezeigt. „Prozesse werden von den Menschen, die sie anwenden, getragen. Das bedeutet, dass eine Veränderung der Prozesse auch eine Änderung im Verhalten nach sich ziehen muss. Nur wenn das gelingt, ist eine Prozessverbesserung nachhaltig und wirksam.“ Aus dem Grund ist Veränderung und die Gestaltung der Veränderung ein Arbeitsschwerpunkt gewesen, der sich bis heute in seiner Arbeit fortsetzt.

Herr Meyer ist heute verantwortlich für das Thema Collaboration und Governance im Research und Technology Center der Siemens AG. In den vorangehenden Jahren verantwortete er das Technologiefeld „System Processe Optimization“. Zudem engagiert er sich als Vorstandsmitglied im WEIT e.V. und im INTACS e.V.

Präsidiumsmitglied

Manfred Baumgartner seit September 2015 Mitglied im ASQF-Präsidium.

Seine berufliche Laufbahn startete er nach Abschluss des Studiums der Informatik an der Technischen Universität Wien als Software-Engineer bei s IT Solutions AT Spardat GmbH, dem Softwarehaus der Erste Bank und Österreichischen Sparkassen. Dort war er verantwortlich für die Implementierung von Vorgehensmethodik, Qualitätssicherung und Software-Test. Danach war er bei der update software AG, einem namhaften österreichischen CRM-Lösungsanbieter, in der Rolle des Quality Director für den personellen und methodischen Aufbau der Qualitätssicherung und des Testteams zuständig, bis er 2001 zum IT-Dienstleister ANECON wechselte.

Herr Baumgartner ist nun Mitglied der Geschäftsleitung bei ANECON Software Design und Beratung GmbH in Wien und war seit 2001 wesentlich für den Aufbau des strategischen Geschäftsfeldes Software-Test und den damit verbundenen Dienstleistungen verantwortlich. Ein wesentliches Anliegen ist ihm die Professionalisierung und Ausbildung in der Software-Entwicklung, insbesondere im Software-Test. So entwickelte er ANECON unter anderem zum ISTQB® akkreditierten Trainingsprovider und Anbieter weiterer Zertifizierungstrainings wie ISQI® CAT Certified Agile Tester oder iSQI‘s CMAP© Mobile App Testing. Er ist Mitglied des Austrian Testing Boards (ATB) und war Mitinitiator der ASQF-Fachgruppen Software-Test in Österreich und Sachsen.

Seine umfassenden Erfahrungen sowohl in der klassischen als auch agilen Software-Entwicklung teilt Herr Baumgartner als beliebter Sprecher auf international renommierten Konferenzen sowie als Autor und Co-Autor einschlägiger Fachbücher: „Der Systemtest – Von den Anforderungen zum Qualitätsnachweis“ (2006, 2008, 2011), „Software in Zahlen“ (2010), „Agile Testing – Der agile Weg zur Qualität“ (2013), „Basiswissen Testautomatisierung“ (2012, 2015).

Präsidiumsmitglied

Prof. Dr. Joachim Hornegger ist seit 2013 Mitglied im Präsidium des ASQF e.V.

Herr Prof. Hornegger studierte Informatik mit Nebenfach Mathematik an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) und promovierte 1996 mit einer Arbeit zur statistischen Objektmodellierung und -erkennung.

Von 1997 bis 1998 war Herr Prof. Hornegger Gastwissenschaftler am Massachusetts Institute of Technology (M.I.T.) und am Computer Science Department der Stanford University. Nach dem Auslandsaufenthalt wechselte er in die Industrie und wurde Entwicklungsingenieur bei Siemens Medical Solutions. Im Jahr 2001 übernahm er im Geschäftsgebiet „Angiographie- und Röntgensysteme“ die Leitung für die Medizinische Bildverarbeitung und 2003 die Gesamtverantwortung für die Bildsystementwicklung. Begleitend zu seiner Industrietätigkeit war Herr Prof. Hornegger Gastdozent an den Universitäten in Erlangen (1998 – 1999), Eichstätt-Ingolstadt (2000) und Mannheim (2000 – 2003). Im Rahmen des Management-Trainings bei Siemens hat er ergänzend zu seiner Informatikausbildung einen Abschluss in „Advanced Management“ an der Duke University erworben.

2005 übernahm Herr Prof. Hornegger den Lehrstuhl für Mustererkennung an der Technischen Fakultät und wurde Zweitmitglied der Medizinischen Fakultät der FAU. Von 2009 bis 2011 engagierte sich Herr Prof. Hornegger als Prodekan für Informatik. Er ist Sprecher der Kollegialen Leitung des Zentralinstituts für Medizintechnik (ZIMT), Sprecher der Studienkommission Medizintechnik und Initiator des 2009 eingeführten Studiengangs Medizintechnik. Des Weiteren ist er Mitglied des Leitungskreises der Max-Planck-Research School on Optics and Imaging (IMPRS) und der Erlangen Graduate School on Advanced Optical Technologies (SAOT). Von 2011 bis 2015 war Herr Prof. Hornegger zudem als Vizepräsident für Forschung Mitglied der Universitätsleitung der FAU tätig. Seit April 2015 ist er Präsident der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU).

Präsidiumsmitglied

Günther Limböck ist seit September 2015 im ASQF-Präsidium.

Herr Limböck war mehr als 25 Jahre für den Software-Hersteller SAP tätig und war dort u.a. Development Manager, Quality Manager und Risk Manager, bevor er im Jahr 2005 die Verantwortung für den Bereich Global Quality Governance übernahm. Er profilierte sich auf dem Spezialgebiet der Messbarkeit von Qualitätszielen und war ebenfalls verantwortlich für das ISO 9001 Zertifikat der SAP-Entwicklung. Als gefragter Keynote Speaker trat Herr Limböck zudem auf Konferenzen in Europa und den USA auf und war Programmkomitee-Mitglied des World Congress for Software Quality in Shanghai 2011 und London 2014.

Neben der analytischen Messung von Qualitätszielen interessieren ihn auch immer die „weichen“ Faktoren, die das Gelingen oder Scheitern von Projekten und Kennzahlensystemen maßgeblich beeinflussen. Er verfügt über eine Zusatzausbildung zum systemischen Coach und ist seit 2012 nebenberuflich als Coach für Unternehmen tätig.

Prof. Dr.-Ing. Karin Vosseberg ist seit September 2015 im ASQF-Präsidium.

Frau Prof. Vosseberg studierte Informatik an der Universität Bremen mit Schwerpunkt auf Betriebssysteme und Rechnernetze. 1996 promovierte sie in dem Themenumfeld Sicherheit in objektorientierten Betriebssystemen. Von 1997 bis 2000 hat sie die Informatica Feminale – Sommeruniversität für Frauen in der Informatik mitgegründet. Hier konnte sie ihr fachliches und frauenpolitisches Interesse in der curricularen Weiterentwicklung der Informatik einbringen. Anschließend war sie über acht Jahre bei der Commerz Systems GmbH in der Unit Business Development beschäftigt. Ihr Schwerpunkt lag auf der Gestaltung von Qualitätsmanagementprozessen. Aufgrund ihrer Position hatte sie Einblick in ganz unterschiedliche Projekte der Commerz Systems.

Seit 2009 ist Frau Prof. Vosseberg Hochschullehrerin an der Hochschule Bremerhaven mit den Schwerpunkten IT-Systemintegration und Software Engineering. Ihr liegt besonders am Herzen, das Thema Softwarequalitätssicherung in dem Curriculum fest zu verankern. Von 2011 bis 2015 war sie Leiterin der Studiengänge Informatik und Wirtschaftsinformatik und hat sich hier für die Neugestaltung der Studieneingangsphase engagiert. Außerdem hat sie sich in dieser Zeit als Zentrale Frauenbeauftragte der Hochschule für die Gleichstellung von Frauen und Männern insbesondere in den MINT-Studiengängen eingesetzt. Seit September 2015 ist sie als Konrektorin für Lehre und Studium Mitglied der Hochschulleitung.

Sie ist aktives Mitglied in diversen Fachgruppen der Gesellschaft für Informatik (GI e.V.) und im Forum InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung (FIFF e.V.). Weitere Informationen über Veröffentlichungen und aktuelle Projekte von Frau Prof. Vosseberg sind unter www.vosseberg.net zu finden.