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Blockchains außerhalb der BitCoins auf der 1. Quality Night Franken

Bekannt geworden ist die Anwendung von Block-Verkettungen in den Kryptowährungen, die bekannteste davon ist BitCoin. Betrachtet man die Blockchain losgelöst vom „Hype“, entfacht sich eine beachtliche Faszination. Dieser Faszination ist der ASQF mit den Fachgruppen Software Test, Agilität und Mobile Devices & Apps bei der 1. Quality Night Franken nachgegangen.

Welche Möglichkeiten und Szenarien ergeben sich aus dem Trend der Blockchains? Und welche Auswirkungen haben diese auf die Qualitätssicherung? Diese und mehrere Fragen wurden während der Vorträge und Workshops ausgiebig diskutiert.

Was Blockchains überhaupt sind und was man mit dieser Technik anstellen kann, erläuterte zunächst Utz Winter (CLEAR Group) in einem kurzen Impulsvortrag. Im Anschluss beschäftigte sich Keynote-Speaker Michael Schmidt (DATEV) mit Blockchain-Anwendungen in der Industrie. Dabei stellte Schmidt auch die These auf, dass es irgendwann das Konzept einer kaufmännischen „Rechnung“ nicht mehr geben wird. Mehr noch: Steuerberater und Buchhalter seien heute schon technisch ersetzbar. Denn durch die Blockchain gibt es schließlich komplett neue Möglichkeiten für den fälschungssicheren Nachweis von Transaktionen jeglicher Art.

Nach einem kurzen World Café, in dem u. a. die Fragen, welche neuen Märkte sich aus dieser Technologie ergeben und ob das ganze vielleicht doch nur ein Hype ist, diskutiert wurden, teilten sich die Anwesenden in 2 Gruppen. Die eine  hörten die Vorträge von Fatih Salikutluk (Targens GmbH) und Mihai Radulescu-Kobler (evosoft) während die andere Gruppe am intensiven Workshop von Dr. Tobias Kästner und Dr. Jens Schedel (Method Park) inkl. Vortrag zu Smart Contracts mit Ethereum teilnahm .

Fatih Salilkutluks Vortrag ging auf das Thema „Tokenisierung“ ein. Dabei wurde anhand des Erwerbs eines Grundstückes beispielhaft erläutert, wie reale Güter in der Blockchain abgebildet werden können. Salikutluk zeigte auch auf, welche Vorteile die digitale Speicherung von Besitz und Besitzübergängen mit sich bringt. Mihai Radulescu-Kobler wiederum betonte die Qualitätssicherung und den Test in seinem Vortrag „The challenges introduced by the peer-to-peer (and Blockchain) to the test world“. Die Herausforderung dabei ist, einen Test bereitzustellen, der die Vertragsfunktionalität gegenüber Sätzen von externen Konfigurationen bestätigt. In einer kurzen Live-Demonstration legte Radulescu-Kobler den Fokus auf die Tests bei Blockchain-Lösungen in Ethereum.

Ethereum* war ebenfalls Thema des Workshops von Dr. Tobias Kästner und Dr. Jens Schedel. Im Fokus stand dabei die Erstellung eigener einfacher Smart Contracts und wie diese miteinander wechselwirken können. Die grundlegenden Konzepte von Ethereum wurden dabei on-the-fly vermittelt. Die TeilnehmerInnen zeigten sich begeistert. Besonders das „Live-Deploy“ am Ende des Workshops bildete ein Highlight des Abends.

Die TeilnehmerInnen der Quality Night Franken begrüßten das neue Format und das Thema des Events.

Julia Reichelt, Utz Winter, Steffen Schild und David Uhlenberg

Auch die fränkischen Fachgruppenleiter Julia Reichelt, Steffen Schild, David Uhlenberg und Utz Winter waren sehr zufrieden mit der Resonanz. Weitere gemeinsame Veranstaltungen der Fachgruppen Agilität, Software Test und Mobile Devices & Apps sind bereits in Planung.

Ein großes Dankeschön geht an die Sponsoren und Partner der Quality Night, ohne die diese Veranstaltung nicht möglich gewesen wäre: CLEAR Group, evosoft GmbH, imbus AG, iSQI und dpunkt-Verlag.

 

*„Ethereum ist ein verteiltes System im Bereich der Finanztechnologie, welches das Anlegen, Verwalten und Ausführen von dezentralen Programmen bzw. Kontrakten (Smart Contracts) in einer eigenen Blockchain anbietet.“ (Wikipedia)

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