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KI – Was kommt da auf uns zu? Teststrategien – Erste Erfahrungen

Künstliche Intelligenz ist aktuell schon in vielen Bereichen unseres Lebens, in Form von Software eingesetzt – oft ist sie gar nicht als solche erkennbar. Bis zum völlig autonomen Roboter oder selbständig denkenden Computer ist es noch ein weiter Weg. Doch immer mehr Projekte und Produkte mit Schwerpunkt KI werden ins Leben gerufen und wollen/müssen auch getestet werden. Wie also Teststrategien für Künstliche Intelligenz aussehen können, wurde auf der 2. Quality Night Franken diskutiert.

In das Abendprogramm startete Utz Winter (Clear IT) mit einem Impulsvortrag, der in das Thema Künstliche Intelligenz einführte. Neben einem historischen Überblick über die Entwicklung Künstlicher Intelligenz und neuronaler Netze, erläuterte Winter die Unterschiede zwischen starker und schwacher KI. Schließlich wurde die Frage, wie man KI testen kann, erörtert. Der Vortrag betonte dabei, dass man niemals die Trainingsdaten als Testdaten benutzen sollte, und dass manche KI-Systeme sich nur durch menschliche Interaktion testen lassen können.

Nach diesem ersten Vortrag gingen die Teilnehmer*innen in das World Café und diskutierten die Fragen:

  • Welches Skillset benötigt eurer Meinung nach ein/e Tester/in im KI Umfeld?
  • Welche Erfahrungen habt ihr bereits mit dem Test von KI gemacht?
  • Welche Weiterbildungen sind für den Test von KIs notwendig bzw. wünscht ihr euch?

Im Anschluss nahmen ca. 10 Personen am Workshop „KI von Null auf 100 – Meine erste KI“ von Utz Winter teil, bei dem demonstriert wurde, wie eine Künstliche Intelligenz aussehen kann. Im Haupttrack ging es weiter mit dem Vortrag „Die künstliche Intelligenz im „Gespräch“ mit ihrem Trainer und ihrem Coach“ von Verena Dietrich und Nils Röttger (imbus AG), die jeweils die Rolle der KI und des Trainers im Gespräch personifizierten. Wenn es um KI und Testing geht, steht man laut Röttger und Dietrich wieder an dem Punkt „Einfach mal machen und ein bisschen ausprobieren“. Wie die nächsten Schritte aussehen, ist wiederum noch mit vielen Fragezeichen versehen. Denn eine KI muss sich ständig weiterentwickeln und weiter trainiert werden.

Auf Englisch hielt dann Olga Bykova (BrainCreators) aus den Niederlanden ihren Vortrag „Lean AI development“. Sie legte den Fokus auf die Datenmengen wie diese für die Entwicklung von „schlanker KI“ aufbereitet werden müssen. Zur Sprache kamen dabei Datenmodelle, wie Clustering, Classification und Regression. Olga Bykova betonte, dass Machine Learning-Projekte nicht wie andere IT-Projekte zu behandeln sind: Iterationen sind an anderen Stellen häufiger vorzunehmen.

Der Abschlussvortrag „AI Bug Finder und AI readiness for augmented development” stammte von Markus Holzemer (Embold Technologies), der den Fokus auf die Tools für die Qualitätssicherung beim Einsatz Künstlicher Intelligenz lenkte: man braucht bessere Werkzeuge, um die Qualität von Software effizienter zu gestalten. Dabei gab er zu, dass die statische Code-Analyse zwar kein Ersatz für das Testen von Software ist, aber doch enorm helfen kann. Denn der heutigen Menge von Code ist man kaum noch gewachsen. Menschliche Gehirne sind nicht für Big Data gemacht, Hilfe kann es dann durch KI-gestützte Tools geben.

Schließlich freuten sich die Teilnehmer*innen über die weiteren fachlichen Gespräche und das Networking bei Fingerfood und Bier. Gelobt wurde die 2. Quality Night Franken für den direkten Austausch im World Café und die dadurch gelockerte Atmosphäre. Auch die Fachgruppenleiter Julia Schneider und Utz Winter zeigten sich sehr zufrieden, zogen das Fazit „KI ist in aller Munde und wird definitiv weiterhin Thema bleiben.“ und freuen sich auf die nächste Veranstaltung.

Die diesjährige Quality Night Franken fand im Rahmen der ASQF Net Week statt und wurde live übertragen. Den Livestream können Sie auf unserem Youtube-Kanal ansehen. Ein Dankeschön geht an alle Referent*innen, die Sponsoren Clear IT, Embold Technologies, imbus AG, inflectra Tech, iSQI GmbH, sepp.med gmbh und unseren Partner d.punkt-Verlag.

 

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