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Qualitätssicherung in Industrie 4.0 und IoT

Zwei Schlagworte, die man derzeit immer wieder hört, sind Industrie 4.0 und Internet of Things (IoT). Wie sich diese Trendthemen auf den Bereich Qualitätssicherung und Softwaretesten auswirken, wurde beim Testing Day Niedersachsen am 20. September 2018 intensiv diskutiert.

Worum es überhaupt beim IoT geht und an welcher Stelle im Prozess man die Qualität am besten sichern kann, stellte Dr. Armin Metzger vom German Testing Board e.V. vor. Auch welche Chancen und Gefahren es durch die neuen Entwicklungen in diesem Bereich überhaupt gibt, waren Thema seines Vortrags.

Im Anschluss stellte Alexandra Schladebeck (Bredex GmbH) die Rolle des Testers im IoT-Umfeld vor. Welche Skills sind in Zukunft tatsächlich wichtig? Was kann und soll ein Tester eigentlich leisten können? Frau Schladebecks Antwort auf die zweite Frage umfasst die Stichpunkte:

  • Quality Engineering
  • Qualitätssicherung
  • Testen
  • Checken

Dann wurde das erste Mal auf einem ASQF-Day ein Speaker per Webkonferenz zugeschaltet. Nils Röttger (imbus AG) referierte aus der fränkischen Heimat Richtung Braunschweig über Usability Tests für Apps und Teile des IoT. Dabei wurde auch über die Bedeutung der Requirements zum Testen der Usability hervorgehoben.

Matthias Pruksch (sepp.med gmbh) streute wiederum etwas Magie auf dem Testing Day mit seinem Vortrag „Der Geist aus der Flasche – oder warum das IoT automatisierte Tests benötigt“. Darin betonte er die Wichtigkeit der Wertschöpfung aus Daten und stellte Wünsche an datengetriebene Geschäftsmodelle vor.

Im Anschluss stellte Tim Winselmann (Bredex GmbH) ein Projekt im mittelständischen Produktionsgewerbe vor, konkret „Kosten sparen durch Sensoren, eine Fallstudie um industrielles IoT zu testen“. Für alle Teilnehmer war es sehr interessant zu hören, wie die Kommunikation mit wenig digitalisierten Unternehmen läuft und welche Hürden es bei Projekten dort gibt.

Sehr lebhaft diskutierten die Referenten zum Schluss in einer halbstündigen Podiumsdiskussion, moderiert von Fachgruppenleiter Guido Werner (Edag GmbH). Zur Sprache kamen dabei nicht nur technische Detailfragen sondern die Auswirkungen des IoT: der Nutzen und die Gefahren. Nur weil etwas möglich ist, muss es entwickelt werden? Was machen Entwicklungen in der Künstlichen Intelligenz mit dem Menschen? Wie entscheiden selbstfahrende Autos bei einem drohenden Unfall, wer lebt und wer stirbt. Alle waren sich einig, dass solche Fragen weiter intensiv durchdiskutiert werden müssen, z.B. auch im Digitalrat der Bundesregierung.

Wir bedanken uns bei den Speakern und den Sponsoren für einen erfolgreichen Testing Day Niedersachsen und hoffen auf ein baldiges Wiedersehen.

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