9. ASQF Net Week
Vom 23. bis 27. März 2026 dreht sich alles rund um die Themen Künstliche Intelligenz, Nachhaltigkeit in der IT, Agilität, Barrierefreiheit und die Zukunft des Softwaretestens. In dieser Online-Veranstaltung werden Expert:innen aus der Branche ihre Erfahrungen und Best Practices zu aktuellen Trends und Herausforderungen präsentieren.
Die ASQF Net Week bietet dabei eine Plattform für den fachlichen Austausch, die Weiterbildung und zum Networking.

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Das Programm
Montag 23. März 2026
Asynchrone Workflows auch beim Testen richtig nutzen
Von einem asynchronen Workflow spricht man, wenn Kommunikation oder Abstimmung zeitlich versetzt stattfindet. Richtig eingesetzt können asynchrone Workflows einige Vorteile bieten: eine bessere Priorisierung, weniger Kontextwechsel und flexiblere Aufgabenplanung. Ansätze asynchronen Arbeitens findet man überall: E-Mails, Chats und Tickettools sind bereits asynchrone Kommunikationsmittel. Eine weitergehende Asynchronisierung von Workflows scheitert jedoch oft daran, dass Fallstricke übersehen werden. In diesem Vortrag erfahrt ihr einiges über die Grundlagen asynchronen Arbeitens und praxisnahe Anregungen für euren Testprozess.
Jens Weber
Freiberuflich
Jens Weber ist Freier Berater und Trainer, Diplom-Mathematiker mit 25 Jahre Berufserfahrung als Analyst, Testmanager, Projektmanager, Trainer und Coach.
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KI im Softwaretest – Hoffnung, Hype und Haftung: Ein Blick aus der Praxis eines Sachverständigen
Künstliche Intelligenz verändert derzeit rasant, wie Software entwickelt und getestet wird. Testgenerierung, automatische Auswertung, selbstheilende Testsysteme, und, und, und. Vieles klingt nach einem Befreiungsschlag für Qualitätssicherung und Engineering.
Doch was passiert, wenn diese Systeme versagen?
Was bedeutet „Qualität“, wenn Entscheidungen nicht mehr deterministisch, sondern probabilistisch getroffen werden?
Und wie verändert sich Verantwortung, wenn Fehler nicht mehr eindeutig auf Menschen oder Code zurückzuführensind?
Dieser Vortrag verbindet die Perspektive eines Software-Sachverständigen mit der Frage nach der Zukunft des Testens im Zeitalter der KI.
Der Vortrag richtet sich an alle, die Testing nicht nur als Prozess, sondern als Sicherheits- und Vertrauensfaktor verstehen und die wissen wollen, wie Qualität in einer KI-getriebenen Welt belastbar bleibt.
Cem Dinc
DiNC-POSiTiVE e. K.
Cem Dinc ist Software-Sachverständiger, ASPICE Consultant, Testmanager und Gründer von DiNC-POSiTiVE. Seit über 20 Jahren arbeitet er in sicherheitskritischen Software- und Embedded-Projekten in Industrie und Automotive. Er verantwortete Testorganisationen, ASPICE-Einführungen und Qualitätsstrategien in internationalen Projekten. Heute analysiert er als Sachverständiger reale Schadensfälle.
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Barrierefreiheit strategisch und wirksam umsetzen
Digitale Barrierefreiheit ist längst keine freiwillige Zusatzaufgabe mehr, sondern eine rechtliche und organisatorische Verpflichtung für Unternehmen und öffentliche Stellen. In der Praxis wird Barrierefreiheit jedoch oft nur punktuell angegangen – ohne ein übergreifendes Vorgehen, das nachhaltig wirkt. Der Vortrag zeigt, wie eine ganzheitliche Barrierefreiheitsstrategie entwickelt und umgesetzt werden kann: von Bestandsaufnahmen (Webseiten, Apps, Anwendungen) über einen klar definierten Zielzustand bis hin zu einer priorisierten Maßnahmenplanung.
Ein Schwerpunkt liegt darauf, Barrierefreiheit nicht als einmaliges Projekt zu behandeln, sondern in Prozesse von Design, Entwicklung, Redaktion und Beschaffung zu integrieren. Ergänzend werden Qualifizierungsmaßnahmen für relevante Rollen vorgestellt, um Wissen und Verantwortung in der Organisation zu verankern. Abschließend wird erläutert, wie Monitoring, Reporting und regelmäßige Weiterentwicklung (z. B. Re-Audits, Kennzahlen, Roadmaps) den Fortschritt messbar machen und langfristige Qualität sichern. Der Vortrag beleuchtet dabei sowohl Anforderungen öffentlicher Stellen (z. B. BITV, Nachweispflichten) als auch die Perspektive privatwirtschaftlicher Unternehmen (z. B. BFSG, Risikominimierung) und richtet sich an Entscheider, Projektverantwortliche und Fachkräfte, die Barrierefreiheit dauerhaft und strukturiert etablieren möchten.
Michael Nissenbaum
TWIN CUBES GmbH
Michael Nissenbaum von TWIN CUBES GmbH ist Experte für digitale Barrierefreiheit und Software Testmanagement.
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Dienstag 24. März 2026
KI-basierte Medizinprodukte. Ein Praxisbeispiel mit seinen Anforderungen an den Softwareentwicklungsprozess und Konformitätsbewertung
Die Entwicklung von KI-basierten Medizinprodukten stellt Hersteller vor komplexe regulatorische und technische Herausforderungen. Die Kombination aus der EU-Medizinprodukteverordnung (MDR), dem EU AI Act und den zahlreichen Standards – besonders die zur Kommentierung freigegebene Version der neuen IEC 62304 ED2 – definiert neue Anforderungen an den Softwareentwicklungsprozess für KI-gestützte Systeme. Hierbei müssen unterschiedliche Besonderheiten und Prozesse in den Software-Development-Lifecycle (SDLC) integriert und gezielt geplant und dokumentiert werden. Das Praxisbeispiel beschreibt die Entwicklung und regulatorische Einordnung eines KI-basierten Alarmsystems für den Einsatz auf Intensivstationen. Ziel des Systems ist es, kritische Patientenzustände wie z. B. eine Sepsis, frühzeitig anhand kontinuierlich erfasster physiologischer Messwerte zu erkennen und das medizinische Personal rechtzeitig zu warnen.
Dieser Vortrag beleuchtet anhand des obengenannten Beispiels, wie ein KI-basiertes Medizinprodukt entsteht, welche Prozesse ineinandergreifen und welche Schritte zur Konformitätsbewertung durchlaufen werden. Auch der Draft der neuen IEC 62304 ED2 und weitere regulatorische Anforderungen sollen aufzeigen, wie Hersteller den Softwareentwicklungsprozess entsprechend anpassen können, um erfolgreich ein KI-basiertes Medizinprodukt zu entwickeln. Dabei wird unter anderem die Integration des AI Development Lifecycle (AIDL) in den bestehenden SDLC übersichtlich analysiert und auf die einzelnen Phasen von Planung, Design und Datenmanagement für KI-basierte Medizinprodukte wird eingegangen. Der Vortrag richtet sich an Softwareentwickler, Regulatory-Affairs-Experten, Produktmanager und Entscheidungsträger in der Medizintechnik, die sich mit der Entwicklung, Zulassung und Qualitätssicherung von KI-basierten Medizinprodukten befassen.
Dr. Martin Neumann
infoteam Software AG
Dr. Martin Neumann ist Regulatory Affairs Manager von der infoteam Software AG und seit über 6 Jahren für medizinische Software, mit Fokus auf KI und Cybersecurity tätig.
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The Era of Private AI: How Local Agents Automate Operations Without Data Exposure [EN]
For most enterprises, the barrier to AI adoption isn’t technology — it’s trust. This presentation showcases how local AI agents are transforming „Business as Usual“ by staying behind the corporate firewall. Drawing from Kalmia’s implementation experience, we will cover practical use cases: from an AI Assistant in manufacturing that handles process deviations to automated email agents that draft professional responses based on internal ERP data. We will demonstrate how these agents function as „digital coworkers“ that learn from your private data without compromising security. The session provides a roadmap for companies to achieve „quick wins“ in automation while ensuring 100%data sovereignty.
Borut Terpinc
Kalmia
Borut Terpinc is the Head of Digitalization Development at Kalmia, where he specializes in smart company digitalization and the integration of AI/ML business solutions. With extensive experience in digital transformation and managing large-scale system projects. Borut focuses on helping companies optimize business processes and achieve measurable results through innovative technology.
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Automatisierte Benchmarks für einen KI-Agenten
Bei der vergangenen Net Week hatte sie allgemein über Metriken gesprochen, mit denen sich die Qualität der Ergebnisse von generativer KI im Allgemeinen und von KI-Agenten im Besonderen messen lassen. Dieses Jahr möchte sie das Thema technisch weiter vertiefen. Welche Metriken lassen sich automatisiert erfassen, welche nicht? Wie sieht ein automatisiertes Benchmarking konkret aus? Welche statistischen Überlegungen sind erforderlich, um dem nicht-deterministischen Charakter generativer KI Rechnung zu tragen? Antworten auf diese Fragen mit Beispielen gibt es in diesem Vortrag zu sehen. PS: Man muss den Vortrag vom letzten Jahr nicht gehört haben, um diesen hier zu verstehen.
Dr. Anne Kramer
Smartesting
Dr. Anne Kramer befasst sich nun mehr seit über 25 Jahren mit dem Thema SW-Qualität und hat in vielen verschiedenen Projekten, Branchen und Rollen gearbeitet. Als Sprecherin kennt man sie von zahlreichen Konferenzen. Sie ist auch begeisterte Trainerin und Buchautorin. Seit 2024 kümmert sie sich vollumfänglich um Smartestings Schulungsaktivitäten und hält regelmäßig den ISTQB-Kurs CT-GenAI.
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Mittwoch 25. März 2026
Zusammenarbeit stärken durch MB-Testing bei der Lufthansa CityLine
In dem Vortrag wird euch gezeigt, wie Lufthansa CityLine durch modellbasiertes Testen (MBT) die Zusammenarbeit zwischen Anforderern, Entwicklern und Testern stärken konnte. Somit könnt ihr euch auf die Aktionen fokussieren, die zu einer echten Verbesserung der Qualität führen. MBT sorgt hier für mehr Transparenz und Traceability im Testprozess. Dank der toolgestützten Testfallgenerierung ist es ihnen möglich die für das Produkt relevantesten Testfälle zu erstellen. Die praxisnahen Einblicke von Lufthansa CityLine helfen euch, wie ihr eure Testprozesse effizienter und nachhaltiger gestalten können.
Oliver Schuhmacher und Marvin Jakob
cimt AG
Oliver Schuhmacher bringt mehr als 25 Jahre Erfahrung in IT-Qualität und Testmanagement mit. Er unterstützt Teams dabei, nicht nur gute Software, sondern auch gute Zusammenarbeit zu gestalten. Sein Pragmatismus, seine Offenheit und sein Blick fürs Ganze machen Qualität greifbar – und mit dem Qualitätsfähnchen setzt er ein sichtbares Zeichen, das für ihn seit Jahren zur Arbeit dazu gehört.
Marvin Jakob ist ebenfalls Consultant bei der cimt AG. In den Bereichen Architektur, IT Betrieb und Projektmanagement begleitet er Software über ihren gesamten Lebenszyklus. Somit schaut er aus vielen Perspektiven auf das Thema Softwarequalität und beschäftigt sich mit innovativen Test Methoden welche die einzigartigen Anforderungen seiner Projekte erfüllen.
Testing Trends: Shift Left, Shift Right oder AI – Welcher Weg führt zur optimalen Qualität?
Die Testing-Landschaft verändert sich rasant: Shift Left verspricht frühe Fehlererkennung, Shift Right liefert produktionsnahe Erkenntnisse, und KI durchdringt alle Testbereiche. Doch welcher Ansatz ist der richtige für Euer Unternehmen? Statt Trends blind zu folgen, brauchen moderne Organisationen hybride Teststrategien, die zur individuellen Unternehmenskultur, Technologie und zu konkreten Business-Zielen passen. Diese Session zeigt, wie Ihr aus der Vielfalt aktueller Testing-Trends eine maßgeschneiderte Qualitätsstrategie entwickelt – für schnellere Releases ohne Kompromisse bei der Qualität. Erfahrt, welche Kombinationen aus klassischen und innovativen Ansätzen in der Praxis funktionieren und wie Ihr den optimalen Testing-Mix für eure spezifischen Herausforderungen findet.
Mohamed Abouelmaati
Capgemini Deutschland GmbH (Sogeti)
Mit 10 Jahren Erfahrung in Qualitätstransformation bringt er Mindset, Technologie und Business zusammen – besonders im Testing. Er hilft Unternehmen, durch moderne Teststrategien, Automatisierung und starkes Qualitätsbewusstsein zuverlässig bessere Ergebnisse zu liefern.
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Bewertung und Auswahl von mittels APIs integrierbaren KI-Modellen für eigene Lösungsszenarien
Prof. Dr. Andreas Schmietendorf und Sandro Hartenstein
Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin
Dr. Andreas Schmietendorf ist Professor für Wirtschaftsinformatik und Systementwicklung Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin, sowie Privatdozent Software Engineering an der OvG-Universität Magdeburg.
Sandro Hartenstein ist wissenschaftlicher Mitarbeiter und Doktorand an der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin.
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Quality Engineering ist das neue Testen
Steffen Schild
ALTEN GmbH
Steffen Schild ist begeisterter Anhänger agiler Testmethoden, motiviert durch Qualität, Teamgeist und Lernbereitschaft. Nach seinem Informatikstudium begann er vor 25 Jahren als Softwareprogrammierer, wechselte jedoch einige Jahre später zur „dunklen Seite“ – und blieb den letzten 15 Jahren dem Testen treu, um es zur „hellen Seite des Lebens“ zu machen.
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Donnerstag 26. März 2026
Barrierefreiheit: Weil das Internet kein Hindernislauf sein sollte
Dr. Eva Spieker und Sajora Strohner
]init[ AG
Sajora Strohner hat seit 2006 ein Studium der Wirtschaftsinformatik mit Diplom abgeschlossen, war von 2008-2025 Software Testerin / Test Managerin mit den Schwerpunkten Sicherheit und eHealth und ist seit 2016 für die digitale Barrierefreiheit tätig.
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Vibe Coding für Skeptiker: Zwischen Intuition, Fehlannahmen und echter Produktivität
Anhand unterschiedlicher Szenarien – vom sprachübergreifenden Arbeiten bis hin zu explorativen Mini-Projekten – beleuchtet der Vortrag, welche Aufgaben von einem intuitiven, Vibe-getriebenen Vorgehen profitieren und wo bewusst strukturierte Vorgehensweisen notwendig bleiben. Ziel ist es, Vibe Coding realistisch einzuordnen: als Werkzeug mit Potenzial, aber auch mit klaren Grenzen. Der Vortrag richtet sich an Entwickler:innen und Qualitätsverantwortliche, die neue Arbeitsweisen neugierig, aber kritisch betrachten und Wert auf nachhaltige Produktivität und verständlichen Code legen.
Dr. Jessica Schiffmann
mediserv Bank und Weber AI Solutions
Dr. Jessica Schiffmann ist Informatikerin und hat eine Promotion im Bereich Computer Science. Seit 2025 ist sie im Bereich KI Weiterbildung Unternehmensintegration bei Weber AI Solutions und als Senior Software Entwicklerin bei der mediserv Bank GmbH tätig.
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Quo Vadis Qualitätssicherung: Zwischen Mensch, Maschine und Magie
Jakub Kratochvil
Capgemini Deutschland GmbH (Sogeti)
Seit über 15 Jahren brennt das Herz von Jakub Kratochvil für Qualitätssicherung. Der gebürtige Tscheche leitet den Bereich Cloud, AI & Data bei Sogeti Deutschland und widmet sich in seiner freien Zeit Go, Schokolade und Immobilien.
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