ASQF Testing Day NRW

“Aus Fehlschlägen lernen!”

Zum “kleinen” 5-jährigen Jubiläum des Testing Days NRW möchten wir ein spannendes Thema auf die Agenda setzen: Fehlschläge.

„Das gebrannte Kind scheut das Feuer“ – diese Binsenweisheit kennen und befolgen die meisten Menschen. Was bildlich gesprochen für das Kind gilt, ist für Erwachsene nicht anders: Nach den meisten (traditionellen) Projekten werden Lessons Learned durchgeführt, die Retrospektive ist in agilen Projekten wesentlicher Bestandteil in der SW-Entwicklung.

Gerade im Testen und der QS sehen wir viele Katastrophen und deren Folge in der Software-Entwicklung. Die Ursachen der Katastrophen starten bei der Projektplanung, der Wahl des Vorgehensmodells, den Anforderungen und enden letztendlich bei einer ggf. verfrühten Freigabe einer unreifen Software.

Freut euch über den Austausch von Erfahrungen, Lessons Learned uvm. beim 5. Testing Day NRW am 27. Februar.

09:00 Uhr: Einlass

09:30 Uhr: Begrüßung

09:40 Uhr: Oliver Zilken (REWE digital) „Vom Ziel zum Fuck-Up“

10:40 Uhr: Elevator Pitch der Aussteller

11:00 Uhr: Prof. Dr. Andreas Spillner (em.) „Aus Fehlschlägen lernen – klar, aber wie?“

12:00 Uhr: Mittagspause

13:00 Uhr: Gerhard Fessler, Sandra Kiel (Steinbeis – Technologie. Transfer. Anwendung.) „Illusion und Realität, ein Erfahrungsbericht aus Projekten“

14:00 Uhr: World Cafe inkl. Kaffeepause

15:20 Uhr: Christian Schröter (BA) „Agilität bei der Bundesagentur für Arbeit – das geht auch“

16:20 Uhr: Abschlussrunde

16:30 Uhr: Get Together

17:00 Uhr: Ende

Oliver Zilken (REWE digital) „Vom Ziel zum Fuck-Up“

Abstract:
In dieser Fuck-UP Session geht es darum, wie agile “Muster” oder “Vorgehensweisen” scheitern können, wenn man das eigentliche Ziel aus dem Auge verliert, bzw. es gar nicht erst definiert hat.
Anhand von 2-3 praktischen Beispielen aus der 5-jährigen Geschichte von REWE digital, erzähle ich Geschichten darüber, wir – eigentlich sinnvolle- agile Methoden und Muster eingeführt haben, die
dann exakt das Gegenteil von dem angerichtet haben, was wir eigentlich verbessern wollten.
Der Fokus liegt dabei auf den Learnings, die wir daraus abgeleitet haben.
Was lernen die Zuhörer*innen in dem Vortrag?
Die Zuhörer können in dieser Session etwas darüber lernen. wie stark der Fokus einer sinnvollen Zielsetzung darüber entscheiden kann, ob die Einführung einer agilen Methode gelingt oder nicht.
Insbesondere das Thema “Vom Warum zum WOZU” liegt dabei im Mittelpunkt.

Über den Referenten:
Oliver Zilken ( @OZilken ) arbeitet seit 2014 bei der REWE digital GmbH in Köln, in der Rolle des Chief Scrum Master. Als studierter Softwareentwickler kam er das erste mal im Jahr 2008 mit dem Thema Agilität in Berührung, was ihn bis heute dauerhaft prägt. Momentan liegt sein Fokus in der Führung und Ausrichtung der knapp 25 Scrum Master bei REWE digital, sowie der Gestaltung einer agilen skalierten Zusammenarbeits-Organisation. Oliver ist seit 2010 durchgehend zertifizierter CSM, CSPO und CSP der ScrumAlliance.
Er ist seit Jahren regelmäßig als Referent und Keynote-Speaker auf verschiedenen internationalen Events unterwegs, sowie in Programm-Ausschüssen bei z.B. der ReConf sowie der ManageAgile. Außerdem betätigt er sich nebenberuflich zusätzlich als Trainer und Coach in den Themen agile Leadership, agile HR, sowie ‘Scrum-Master Karrierepfade’.

 

Prof. Dr. Andreas Spillner (em.) „Aus Fehlschlägen lernen – klar, aber wie?“

Abstract:
Folgende Themen werden im Vortrag behandelt:

  • Wie lernen wir? Meist durch Fehler, aber Fehler haben ein schlechtes Image und wir alle geben Fehler nur sehr ungern zu.
  • Warum machen wir Fehler? Sie lassen sich nicht vermeiden, da wir alle nicht perfekt sind.
  • Einige Beispiele für Fehler in der Softwareentwicklung werden vorgestellt.
  • Konstruktive und analytische Qualitätssicherung werden beschrieben.
  • Was ist zu ändern, um aus Fehlern zu lernen? Positive Einstellung zu Fehlern und weitere Möglichkeiten werden aufgezeigt

Über den Referenten:
Prof. Dr. Andreas Spillner ist seit 40 Jahren im Bereich der Softwareentwicklung und -prüfung, in Praxis und Forschung tätig. Er studierte Informatik an der TU Berlin und hat an der Universität Bremen promoviert. Bis 2017 war er Professor für Informatik an der Hochschule Bremen. Sein Lehrgebiet war Softwaretechnik mit den Schwerpunkten Qualitätssicherung und Programmierung.
Prof. Dr. Spillner ist Fellow der »Gesellschaft für Informatik e.V. (GI)«, Gründungsmitglied des »German Testing Board e.V.« (seit 2010 Ehrenmitglied) und war Gründer sowie Sprecher der Fachgruppe »Test, Analyse und Verifikation von Software« der GI. Er ist Mitglied im Präsidium des ASQF (»Arbeitskreis Software-Qualität und -Fortbildung e.V.«).
Er ist Autor bzw. Mitautor von Büchern (z.B. »Basiswissen Softwaretest«, »Lean Testing für C++- Programmierer – Angemessen statt aufwendig testen«) und Themenheften von Zeitschriften.
Darüber hinaus hat Prof. Dr. Andreas Spillner eine Vielzahl von Veröffentlichungen in Zeitschriften und Vorträge auf internationalen und nationalen Tagungen, sowie Seminare gehalten.

 

Gerhard Fessler, Sandra Kiel (Steinbeis – Technologie. Transfer. Anwendung.) „Illusion und Realität, ein Erfahrungsbericht aus Projekten“

Abstract:
Eine weltweit tätige Firma führte vor Jahren eine stark vom Standard abweichende Business-Software ein. Wegen zu hoher Pflegekosten musste zu einer standardnah umgesetzten Software gewechselt werden. Der zuerst versuchte Big-Bang-Ansatz erfüllte die hohen Erwartungen nicht und führte zu hunderten Change Requests.
Zu diesem Zeitpunkt wurden die Vortragenden als Verantwortliche für die Umsetzung und als Berater für alternative Herangehensweisen, Change Management und Qualität vom Management beauftragt, durch die Einführung agiler Methoden die Einführung der neuen Software erfolgreicher zu machen.
Das ist letztlich daran gescheitert, dass Führungskräfte nicht ausreichend bereit waren, erforderliche Änderungen ihres Verhaltens umzusetzen.
Der Vortrag schildert Erfahrungen aus mehreren Projekten und leitet daraus folgende Erkenntnisse so weit im Detail ab, wie es geht, ohne vertrauliche Daten zu veröffentlichen.

Über die Referenten:
Gerhard Fessler kennt Softwareentwicklung seit den Zeiten von Algol, Cobol und Fortran. Seither hat er viele Methoden und Moden beobachtet, mitgemacht und eingeführt. Seit er 1996 den Auftrag erhielt, Qualität und Effizienz einer weltweit verteilten Softwareentwicklung voranzubringen, deren gelebte Vorgehensweise heute Scrum genannt werden würde, hat er agile Methoden in seinem Fokus. Er unterstützt in Europa und Asien in sehr unterschiedlichen Kulturen die Weiterentwicklung von Organisationen.

Sandra Kiel ist Projektleiterin mit Leib und Seele. Seit über 15 Jahren leitet sie quer durch alle Branchen IT-Projekte, meist mit einer starken Wirkung in die Organisation hinein. Ihr Schwerpunkt liegt dabei nicht so sehr auf der technischen Exzellenz der Implementierung einer neuen Lösung, vielmehr hat sie sich den Prozessen und den Menschen hinter den Prozessen verschrieben. Von da aus war der Weg zum viel gelobten agilen Mindset und das Aneignen diverser agiler Frameworks und Methoden nicht mehr weit. Heute arbeitet sie unter anderem als agiler Coach, um ihre Erfahrungen und ihr Wissen weiterzugeben. Aber auch um zu vermitteln, dass eine gewisse Haltung und eine gehörige Portion Mut notwendig sind, um aus den klassischen Arbeitsmodellen auszubrechen.

 

Christian Schröter (BA) „Agilität bei der Bundesagentur für Arbeit – das geht auch“

Abstract:
Seit – gefühlten tausenden von – Jahren hat die Bundesagentur für Arbeit erfolgreich bürokratische Vorgehensweisen eingesetzt und optimiert. Agilität passt da doch gar nicht dazu. Eine Agile Transformation, die sich die IT der BA verordnet hat um die Herausforderungen der Zukunft zu begegnen, „wirbelt Staub auf“ und dass es da dann u.a. zu behördentypische Reaktionen kommt, verwundert dann auch nicht mehr.
Als BA-Mitarbeiter berichte ich von verschiedenen Fehlern, was wir daraus gelernt haben, was wir veränderten, noch anpassen müssen und welche Erfolgsfaktoren und Mission-Critical-Aspekte wir heute kennen.

Über den Referenten:
AGILE (BERUFS-)ERFAHRUNG
1997 im Studium „Extrem Programming“, „Testdriven developement“
2002 SIEMENS: erstes Erfahrungen im Scrum-Team
2004 Einsatz als Scrum Master (Inhouse-Consulting)
2007 Scrum Master-Zertifizierung
2007 Teilprojektleiter (& Scrum-Product Owner in Personalunion) mit weltweit verteiltem, international besetzten Team (Deutschland + Indien)
2008 international Scrum-Teams (Deutschland, Italien + viele weitere Einzelnationalitäten)
2009 Product Owner-Zertifizierung
2010 Bundesagentur für Arbeit, IT-Systemhaus: Rolle Scrum-Product Owner & Solution-Architect
2012 Gesamtprojektleitung (Scrum), Produktverantwortung in Linie (Scrum), technische Projektleitung im Umfeld Onlineportal Kindergeld (Scrum)
2017 GF-Management-Beratung für agile Organisation (bis heute)

Andreas Reuys
Email: andreas.reuys@asqf.de

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Rainer Deußen
Email: rainer.deussen@capgemini.com

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