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Wie Überlebt das V-Modell?

Bei der 3. Quality Night München stand das V-Modell im Mittelpunkt „Das V-Modell ist tot! Es lebe das V-Modell!“.
Die Fachgruppen Software Test und Requirements Engineering entschieden sich mit diesem Thema zu ihren Wurzeln zurückzukehren. Denn das V-Modell setzt Requirements Engineering und Software Test in Beziehung zueinander und bildet damit das Bindeglied der beiden Fachgruppen. Gleichzeitig ist das V-Modell ein altes und sehr bewährtes Prozessmodell und Basis für viele andere Modelle – auch für agile.

Zunächst stellte Georg Sehl in einem Impulsvortrag die These auf, dass das V-Modell ein altes und sehr bewährtes Prozessmodell und Basis für viele andere Modelle – auch für agile ist. Auf Basis des V-Modells können die anderen Prozessmodelle besser verstanden und angewendet werden.

Dann ging es in die 1. World Café Runde, in der folgende Fragen von den ca. 60 Teilnehmer*innen rege diskutiert wurden:

  • Welche Anforderungsstufen gibt es und wie werden sie umgesetzt?
  • Welche Teststufen gibt es und wie werden sie umgesetzt?
  • Welche Methoden und Werkzeuge werden in diesen Anforderungs- und Teststufen (erfolgreich/nicht erfolgreich) eingesetzt?

Danach ging es mit drei Kurzvorträgen weiter, in denen das V-Modell in verschiedenen Prozessmodellen erläutert wurde. Michael Fischlein und Georg Sehl stellten diverse Modelle unter dem Agilen Regenschirm vor: LeSS, Continuous Delivery, SAFe und DevOps, plus hybride Modelle, wie das Hasen-Modell (Scrum und V-Modell) Gregor Homolka und Ewald Bensch berichteten außerdem noch von Ihren Praxiserfahrungen im Unternehmen beim Versuch auf Agiles Arbeiten umzustellen.

Mit diesem neuen Input ging es in das zweite World Café, bei dem rege weiterdiskutiert und Erfahrungen ausgetauscht wurden zu diesen Fragen:

  • Welche Stufen (Anforderung/Test) werden in agilen Prozessen gelebt und wie?
  • Was ist in agilen Prozessen überflüssig und warum?
  • Was bereitet aus Anforderungs-/Test-/Qualitätssicht besondere Probleme?

In der Zusammenfassung wurde deutlich, dass das V-Modell doch nicht so tot ist, wie man denkt. Sehr vieles überlebt, gestaltet sich aber doch irgendwie anders. Die Frage bei neuen Prozessmodellen nach der Rolle des Testmanagers ist nicht sicher. Auch, ob man Teststufen benötigt, wurde mit einem eindeutigen JEIN beantwortet. Die Teilnehmer*innen waren sich aber sicher über die Herausforderungen der agilen Prozesse: Mindset, Ängste, Unerfahrenheit, Silodenken, Ort, Sprache und Setting. Betont wurde nochmal die Unabhängigkeit des Testens.

Die Teilnehmer*innen und Fachgruppenleiter freuten sich über einen ergiebigen Abend mit kurzweiligen und dennoch intensiven Diskussionen. Wir danken an dieser Stelle den Sponsoren und Partnern: dpunkt-Verlag, inflectra Tech, iSQI, Sogeti und Sulzer.

 

1 Comment

  1. Michael Fischlein

    Hat wieder sehr viel Spaß gemacht und viele neuen Eindrücken gebracht. Danke an alle Teilnehmer, dass ihr so toll mitgemacht habt

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