ASQF Quality Day Berlin

Responsibility and Sustainability – Qualität verantwortungsvoll und nachhaltig sichern

In Zeiten immer schnellerer Softwarelieferungen ist es unerlässlich neben der aktuellen Auslieferung bereits die nachfolgenden Auslieferungsaktivitäten im Hinterkopf zu haben. Nur durch eine konsistente und auf Nachhaltigkeit angelegte Denkweise werden wir in der Lage sein auch zukünftigem Markt- und Zeitdruck mit qualitativ akzeptabler Software entgegenzuwirken.

Beim diesjährigen, dem 5., Quality Day, wollen wir mit Ihnen diese Themen näher betrachten. Wie sind Ihre Erfahrungen, was sind Ihre Bedenken? Lassen Sie uns gemeinsam auf die folgenden (und weitere) Fragen im Dialog eine passende Antwort finden:

–       Wer ist verantwortlich für die Softwarequalität?

–       Was bedeutet Nachhaltigkeit im Kontext von Softwarequalitätsmanagement?

–       Welche Anforderungen gibt es um die Qualität der zu entwickelnden Software zu sichern?

–       Wie wichtig ist die fachliche Kommunikation?

–       Gibt es hier Unterschiede je nach Fachgebiet (z.B. Medizintechnik, Automotive)?

Im Rahmen offener Formaten (z.B. World Café, Fishbowl) in den Räumen des Fraunhofer Institut FOKUS haben Sie die Möglichkeit sich mit den anderen Teilnehmern des Quality Days auszutauschen und zu vernetzen.

09:00 Uhr        Begrüßung und Eröffnung

09:30 Uhr        Keynote Andreas Spillner: „kein single, kein pair sondern team programming“

10:30 Uhr         Ursula Meseberg (microTOOL): „Qualität durch Traceability – vom Geschäftsbedarf bis zur Lösung“

11:15 Uhr          Kaffeepause

11:45 Uhr         Stefan Sader & Hubert Sommer (Allgeier Engineering): „Wege zum Miteinander von Engineering und Qualitätssicherung“

12:30 Uhr        Mittagspause

13:30 Uhr        Elevator Pitch der Aussteller

14:00 Uhr        World Cafe

15:00 Uhr        Marc-Florian Wendland (Fraunhofer FOKUS) „Nachhaltige Softwarequalität durch und bei der Testautomatisierung“

15:30 Uhr        Steffen Schild (Clear IT) „Nachhaltigkeit im Testing trotz agiler Kurzlebigkeit“

16:00 Uhr        Präsentation Ergebnisse Worldcafe

16:15 Uhr        Fishbowl zu den Nachmittagsvorträgen

16:45 Uhr        Zusammenfassung und Ende der Veranstaltung

17:00 Uhr        get together

Prof. Dr. Andreas Spillner: „kein single, kein pair sondern team programming“

Abstract:
Bei der Entwicklung von Software spielt die Kommunikation zwischen alle Beteiligten eine wichtige Rolle. Im Agilen Vorgehen wird die Kommunikation explizit gefördert, zum Beispiel durch tägliche Stand-up Meetings.
Im Vortag werden unterschiedliche Methoden vorgestellt, die neben dem täglichen Austausch die fachliche Kommunikation unterstützen. Anhand eines Beispiels werden die Vorteile bei der Erstellung der Anforderungen, beim Entwurf der Schnittstellen, bei der Programmierung und beim Test verdeutlicht.

Über den Referenten:
Prof. Dr. Andreas Spillner ist seit fast 30 Jahren im Bereich der Softwareentwicklung und -prüfung, in der Praxis und in der Forschung tätig. Er studierte Informatik an der TU Berlin und hat an der Universität Bremen promoviert. Seit 1993 ist er an der Hochschule Bremen im Fachbereich Elektrotechnik und Informatik als Hochschullehrer tätig. Sein Lehrgebiet ist Softwaretechnik mit den Schwerpunkten Qualitätssicherung und Programmierung. Forschungsthemen sind Softwaretechnik, Validation von Software, Testmethoden (speziell für umfangreiche Systeme) sowie der Test von objektorientierter Software und Vorgehensmodelle bei der Softwareentwicklung. Prof. Dr. Spillner ist auf der GI-Jahrestagung 2007 zum GI-Fellow ernannt worden, ist Gründungsmitglied des German Testing Board e.V. und er war Gründer und Sprecher der Fachgruppe Test, Analyse und Verifikation von Software der Gesellschaft für Informatik (1990-2003).
Er ist Autor bzw. Mitautor von mehreren Büchern („Basiswissen Softwaretest“, „Praxiswissen Softwaretest – Testmanagement“) und Themenheften von Zeitschriften. Prof. Dr. Spillner hat eine Vielzahl von Veröffentlichungen in Zeitschriften und Vorträge auf internationalen und nationalen Tagungen, sowie Seminare gehalten.

 

Ursula Meseberg (microTOOL): „Qualität durch Traceability – vom Geschäftsbedarf bis zur Lösung“

Abstract:
Traceability ist bei der Produktentwicklung ein unverzichtbarer Baustein zur Sicherung von Qualität. Der Business Analyse Standard BABOK (v3) formuliert dies so: „Traceability enables faster and simpler impact analysis, more reliable discovery of inconsistencies and gaps in requirements, deeper insights into scope and complexity of a change, and reliable assessment of which requirements have been addressed and which have not.” In agilen Projekten findet man gelegentlich die Haltung, dass Traceability von Code zu Anforderungen durch Unit- und Akzeptanztests ausreichend hergestellt wird. Richtig ist: Traceability muss auch in agilen Projekten „lebbar“ sein. Aber in komplexen Vorhaben – etwa zur Digitalisierung – sollte Traceability nicht erst bei Anforderungen auf dem Niveau von User Stories aufsetzen, sondern bereits früher beim Geschäftsbedarf. Der Vortrag geht der Frage nach, wie man mit vertretbarem Aufwand den Weg vom Geschäftsbedarf über die Anforderungen und ihre verschiedenen Stufen der Detaillierung bis hin zu Lösungskomponenten, Testfällen und Code bei der Entwicklung nachvollziehbar machen kann.

Über die Referentin:
Ursula Meseberg (Dipl. Math.) hat die Berliner microTOOL GmbH 1984 mitbegründet und ist Geschäftsführerin des Unternehmens. Zu Beginn ihrer beruflichen Laufbahn hat sie mehrere Jahre als Consultant vorwiegend an der Anpassung und Einführung von Systemanalyse- und Softwareentwicklungsmethoden sowie der Entwicklung unternehmenseigener Vorgehensmodelle mitgewirkt.
Sie ist Mitglied des International Institutes of Business Analysis IIBA® und gehört ehrenamtlich dem Vorstand des IIBA® Germany Chapter an. Außerdem ist sie assoziiertes Mitglied des International Requirements Engineering Board IREB®.

Stefan Sader & Hubert Sommer (Allgeier Engineering): „Wege zum Miteinander von Engineering und Qualitätssicherung“

Abstract:
Die Erfahrung im Bereich der Qualitätssicherung zeigt, dass das konstruktive Miteinander zwischen Engineering und Qualitätssicherung einen effektiven Beitrag zur nachhaltigen Verbesserung der Qualität des Endprodukts leistet, bei gleichzeitiger Senkung der anfallenden Kosten und des Zeitaufwands.
Der Vortag betrachtet verschiedene Aspekte, die für ein konstruktives Miteinander verantwortlich sind.  Anhand ausgewählter Beispiele aus dem Bereich der Software Entwicklung werden Wege aufgezeigt und die praktische Bedeutung veranschaulicht.

Über die Referenten:
Hubert Sommer (Dipl.-Ing. Elektrotechnik (TU Berlin)) war 26 Jahre bei Bombardier Transportation in Hennigsdorf (bei Berlin) tätig, davon 12 Jahre als SW Entwickler im Bereich Antriebstechnik (Lokomotiven) und anschl. 14 Jahre als SW Qualitätssicherungsingenieur im Bereich Fahrzeug Leittechnik (Triebzüge/Metros). Seit Oktober 2017 ist er bei der Firma BETARUN als Experte und Berater im Bereich Bahntechnik für die SW Qualitätssicherung, SW Entwicklungsprozess, EN 50128, EN 50657, EN50129 angestellt. Er ist Mitglied im europäischen CENELEC Normungsgremium CLC/SC 9XB/WG31 für die Ausarbeitung der EN 50657 und Mitglied im deutschen Spiegelgremium DKE/AK 351.1.1 für die Ausarbeitung der EN50657.

 

Marc-Florian Wendland (Fraunhofer FOKUS) „Nachhaltige Softwarequalität durch und bei der Testautomatisierung“

Abstract:
Testautomatisierung ist ein Schlüssel zum Erfolg nachhaltiger Softwarequalität. Derzeit erfährt die industrielle Testautomatisierung ihren zweiten Frühling, bedingt durch neuartige und allgegenwärtig vernetzte Systeme. Während in anderen Branchen die Automatisierung von Arbeitsschritten als hoch komplexer Prozess, der einer guten Planung bedarf, akzeptiert ist, scheint dies jedoch nicht in diesem Maße für den Softwartest zu gelten. Nachhaltigkeit auf verschiedenen Ebenen wird jedoch nur erreicht, wenn auch das Automatisierungsvorhaben auf Nachhaltigkeit angelegt ist.
Dieser Vortrag diskutiert verschiedene Aspekte der Nachhaltigkeit in der Qualitätssicherung software-intensiver System durch und bei der Testautomatisierung.

Über den Referenten:
Marc-Florian Wendland arbeitet seit 10 Jahren im Fraunhofer Institut FOKUS im Geschäftsbereich System Quality Center (SQC) und befasst sich seither mit verschiedenen Aspekten der Qualitätssicherung software-intensiver Systeme. Seine Forschungsinteressen liegen vor allem beim automatisierten Testentwurf und der automatisierten Ausführung, sowie der Optimierung von Testprozessen. Seit einigen Jahren beschäftigt er sich intensiv mit dem Aufbau und den Schwierigkeiten ganzheitlicher Testautomatisierungsstrategien, insbesondere durch Verwendung modellgetriebener Methoden.
Er leitete die Standardisierungsaktivitäten des UML Testing Profils bei der Object Management Group (OMG) und war maßgeblich an der Ausarbeitung und Veröffentlichung der ETSI Test Description Language (TDL) beteiligt.
Sein ASQF-Fachgruppenvortrag „Testautomatisierung macht man so nebenbei – oder etwa nicht?“ wurde zum „Vortrag des Quartals“ gewählt.

 

Steffen Schild (Clear IT) „Nachhaltigkeit im Testing trotz agiler Kurzlebigkeit“

Abstract:
Agile Kurzlebigkeit? Kurze Sprints? Kleine UserStories? Feedback-Schleifen? Super Sache, viel Benefit für die Produkt-Entwicklung und die Teamentwicklung. Bedeutet aber aus Test-Sicht, dass sich Anforderungen oft ändern, bzw. Funktionalität verteilt über mehrere UserStories in die Applikation kommt und dadurch bereits existierende Testfälle entsprechend angepasst werden müssen, sich verändern, hinzukommen oder ganz wegfallen.
Folgende Fragen entstehen dadurch für die Qualitätssicherung der Applikation:

  • Wie kann ich als agiler Tester (und ganz allgemein als agiles Team) sicherstellen, dass die Testfälle auch nach x Sprints noch sinnvoll durchführbar sind ?
  • Wie stelle ich die Wartbarkeit der Testfälle in agilen Projekten sicher, in denen mit jedem Sprint neue Anforderungen hereinkommen, die bestehende Funktionalität wieder ändern – und damit auch eine Anpassung existierender Testautomatisierung erfordern?
  • In Bezug auf die beiden Fragen vorher: Wie behält das Team den Überblick über vorhandene Testfälle – woher wissen wir, welche Testfälle wir anpassen müssen, welche Testfälle überflüssig werden?
  • Welche Mischung aus Unit- / Integrations- und Oberflächentests ist zukunftssicher und im Hinblick auf die Agilität des Projektes pflegeleicht?

Zu diesem Fragenkomplex möchte ich gerne einige Lösungen vorstellen, die wir in den Projekten gefunden und umgesetzt haben. Der Vortrag wird rein organisatorische Maßnahmen vorstellen, aber auch auf die konkrete Umsetzung eingehen, sowohl für Unittests, als auch für „klassische“ Integrations-, System- und Oberflächentests.

Über den Referenten:
Steffen Schild started programming in the early years of the home computer – when there was no internet and having a ram size of 128 Kilobyte was the best you could get.
After studying computer science he started his career as a software developer for medical devices.
Years later Steffen found himself on „the dark side“ – with testing the software he wrote months ago and driving his former colleagues into those „quality things“.
This was the time when developers and testers began working together and quality started becoming the driving agenda for software development .
Steffen worked in numerous industries and projects and is now forming and building a team of enthusiastic agile quality engineers with CLEAR GROUP.
His mission is to improve team spirit, testing and with that creating high quality products – together with his colleagues, in different projects and technologies.
Steffen’s topics are agile testing, agile teams and cooperation, test automation, test processes, team building, continuous learning with the team.

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Dr. Erhardt Wunderlich

Email: erhardt.wunderlich@asqf.de

Marc-Florian Wendland

Email: marc-florian.wendland@asqf.de 

 Unterstützen Sie den 5. Quality Day Berlin und werden Sie noch heute Aussteller. Kontakt: info@asqf.de

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